Australien: Dami Im – Sound of Silence

Australien traut sich dieses Jahr in das zweite Halbfinale des Eurovision Song Contest 2016. Dami Im wurde vom australischen Sender SBS für diese Aufgabe ausgewählt.

Hey hey, noch ein Produkt aus einer Casting Show. Ist es Pop Idol, ist es The Voice? Nein es ist X-Factor. 2013 konnte Dami Im diese Show gewinnen und darf nun nach Stockholm um Australien zu vertreten, weil es der australische Sender so wollte.

Mit ihren Songs aus X-Factor konnte Sie Platin erreichen. Sie hat einen Bachelor in Musik und einen Master in zeitgenössischen Gesang.

Daniela:

Ein wenig irisch, ein wenig Loreen. Getragene Popmusik, der Beat bestimmt den Song, nicht die Stimme. Sauber produziert, viele Wiederholungen. Radiotauglich. Nach 2:30 bin ich gedanklich bereits ausgestiegen. Vielleicht liegt es auch am Beginn. Im ersten Moment kommt bei mir sofort ein Vergleich: Groove Coverage haben mal eine schlimme Version von Alice Coopers “Poison” gemacht. Gleicher Anfang, leicht getragen, und dann wird es bei GC schneller. Bei Dami nicht. Ein paar hohe Töne, die mir einfach nicht gefallen. Dazu die Auswahl des Titelnamens. Wenn man etwas schon “Sound of Silence” nennt, dann muss man sich doch dessen bewußt sein, dass  a) hier und da eine bewußte Atempause dem Song gut getan hätte und  b) Vergleiche mit dem Klassiker von S&G angestellt werden. Klappt beides eher semi. Und dass man da nur von Zufall sprechen kann, ist eher unwahrschienlich, denn Dami hat im Rahmen von X-Factor bereits “Bridge over troubled water” zum besten gegeben. Das Mädel ist hübsch anzusehen, geboren in Südkorea, und dass die Stimme etwas kann, das nehme ich nach dem ersten HF bereits als selbstverständlich. Schließlich stammt auch Dami aus einer Castingshow. Ich denke mal, dass es ins Finale geht, aber danach ist der Drops gelutscht.

Finale

Christoph:

Verdamm ist das ein guter Radiosong. Die Stimme haut mich um. Auch wenn ich sie schon tausend Mal bei anderen Sängerinnen gehört habe und auch die Melodie nichts Tolles ist, das ganze Paket überzeugt in der Mischung total.
Immer wenn ich denke: Ok noch eine Sekunde länger, dann wird das Lied langweilig, ändert sich der Song oder schaltet einen Gang höher. Damit liefert Australien soliden Pop ab, mit dem Dami Im in Europa sehr populär werden wird. Siegerchancen.

Leider gibt es dann zu diesem Song ein Video, dass an BS nicht gerade wenig abliefert. Gefühlt in jedem Take ein anderes Outfit und natürlich muss da wieder ein Muskelprotz in Yoga-Pants seinen Namen tanzen, oder die Einkaufsliste für nach dem Dreh … schrecklich.

Finale

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