Schweiz: Rykka – The Last Of Our Kind

Mit Kanada hat die Schweiz sehr gute Erfahrungen beim Eurovision Song Contest gemacht. Jetzt probiert es Rykka in die großen Fußstapfen von niemand geringeren als Celine Dion zu treten.

Rykka wurde in Vancouver geboren. Nach ihrem Gesangsstudium veröffentlichte Sie unter ihrem richtigen Namen, Christina Maria, ihr erstes Album, dass 2010 auch in der Schweiz veröffentlicht wurde. Dazu kamen dann viele Auftritte in der Schweiz und Deutschland. Mir ist sie ehrlich gesagt nie aufgefallen. Nach Celine Dion setzt man also wieder auf Kanada-Power. Ihr Großvater ist übrigens Schweizer, ein Bezug ist also da. Bei Eurovision.de erfährt man, dass ihr Großvater in Kanada eine Bäckerei eröffnete und sie viel mit einem Club der Schweizer zu tun hatte. Als sie in die Schweiz zog, war sie wohl zunächst überrascht, dass dort nicht alle in Trachten herumrennen …

Christoph

Alleine der Refrain geht mir total auf den Keks! Der langsame Beat sorgt für keine Stimmung und ihre Stimme in der hohen Tonlage, die dann auch noch über das gesamte Lied in keiner Weise ändert, zerren an den Gehörnerven. Am Schluss möchte man noch mal durch eine kleine Pause Spannung aufbauen, aber an dieser Stelle hoffe ich nur, dass es gleich zu ende ist.
Die Performance auf der Bühne im nationalen Wettbewerb zeigte dazu, dass dieser Beitrag nicht wirklich kreativ umgeht. Weißes Kleid, lockige Blondine mit nichts an den Füßen haben wir dann auch schon zu oft gesehen, als das noch etwas besonderes ist.
Kein Finale

Daniela

*schnarch* Der Anfang beginnt sogar noch vielversprechend – aber dieses Versprechen wird schon wenige Sekunden später gebrochen. Statt einer guten Idee, die eine Singer-Sogwriterin, die sich mit den Produzenten von Midnight Oil und Daniel Powter zusammentut durch aus zu erwarten war, kommt 08/15-Einheitsbrei Popware wie aus den USA. Eigentlich sogar noch schlechter. Das kommt wohl davon, wenn man beim Vorentscheid nicht das gute Zeug antreten läßt, sondern diverse Quoten erfüllen will … Bei 1:30 taucht dann ein merkwürdiger Übergang auf, der kurzfristig auf mehr hoffen läßt. Kommt aber nicht, sondern immer nur wieder der Refrain. Der hat einfach mal nix. Gar nix. Pünktlich zur 2:30 nochmal eine Pause, aber immer wieder nur “Last of all kind”. Das Video ist die Liveaufnahme, sie sitzt Monroeartig geschminkt, frisiert und gewandet auf dem Studiofußboden, um sie herum reichlich Trockennebel und tief drin habe ich eigentlich nur gehofft, dass die Schwaden sie irgendwie verschlucken. Nebel des Grauens, ihr wißt schon. Ein wenig denke ich sogar an den russischen Beitrag vom letzten Jahr. Wisst ihr noch, die Blondine, die bei ihrem Vortrag ein wenig diese “Putin hält meine Familie gefangen, wenn ich nicht gewinne”-Panik ausstrahlte? so, nur schlechter.
Kein Finale

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