Serbien: Sanja Vučić – ZAA – Goodbye (Shelter)

Serbien hat in den letzten Jahren mit richtig guten Beiträgen geglänzt. Auch dieses Jahr versprach interessant zu werden, weil ZAA für eine große musikalische Vielfalt stehen.

Sanja ist Sängerin der Band ZAA. Sie hat Operngesang studiert und während ihres Studiums in vielen Bands und Gruppen gesungen. Die musikalische Reichweite ging von Ethno-Musik über Jazz bis zu Kirchengesang. ZAA spielt eigentlich Ska, Dubstep, Rock, Jazz und sogar Punkmusik. Bekannt ist ZAA in Österreich, Ungarn und der Tschechischen Republik. Sie wurde von ihrem Sender als Teilnehmerin bestimmt.

Christoph

Auch hier wird der Song durch einen längeren Vocalpart eingeleitet. Obwohl “Goodbye” ein ganz typischer Eurovision Beitrag ist, viel Pathos, ein paar Klänge, die Serbien andeuten sollen, fesselt er dann doch. Ob es an der Stimme von Sanja liegt, oder an der doch am guten Arrangement. Allerdings verliert der Song gegen Ende dann doch, da er zu sehr auf die Pathostube drückt. Das gilt besonders für ihre Performance. Etwas weniger gezappel hätte es auch getan, ich hab nach 30 Sekunden verstanden, dass sie angepisst ist.
Das als Rocknummer wäre übrigens richtig geil gewesen, warum man da schon wieder eine Hollywood/Broadway-Nummer machen musste, liegt wohl am Stempel “ESC”.
Finale

Daniela

Beginnt ganz spannend. Ein wenig abgehackt, ein wenig leierig. Streicher setzen ein, die Stimme wird noch leieriger. Als würde sie versuchen, sich Töne herauszupressen, die einfach nicht da sind. Wer Jazz singt, macht das wohl so, aber im Pop sind klare starke Töne gefragt. Vielleicht sollte man da mal jemande fragen, der sich damit auskennt. Ein wenig Flöte im Zwischenspiel. Der Refrain hat ein wenig Mitklatschpotential, der Chor macht seine Sache brav. Am Ende wird wie immer noch ein wenig nachgelegt.
Jetzt das Livevideo: Ich hab Angst! Und die Angst verläßt mich auch nicht. Während das Promofoto eine durchaus attraktive Frau zeigt, die gerade ihre Haare nach hinten wirft, haben wir es auf der Bühne mit einem schlimmen Amy Winehouse-Klon zu tun, die in Manier einer Opernsängerin ihre Schultern zuckt und ihr Gesicht verzerrt, dass es keine Freude ist. Wieder etwas, dass ich mir kein zweites Mal zu Ende anschauen konnte. Nee, echt nicht. Die Melodie ist okay, da wird im Schnelldurchlauf was hängenbleiben. Ich las, dass es hier eine landessprachliche Variante gibt. Über die hätte ich mich mehr gefreut. Schade. Aber ich leg mich mal auf Finaleinzug fest.
Finale

Ein Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.