Die beiden ESC Schnacker haben, wie man so schön sagt, im engen Kreis den 10ten Geburtstag dieses Eurovision Song Contest Podcasts gefeiert. Aber zu lange können sie sich nicht damit aufhalten, denn die ESC Saison geht gerade so richtig los. Es liegen Ticketverkauf und Halbfinalauslosung hinter uns, Vorentscheidungen liegen vor uns. Frei nach Whitesnake: Here we go again!
Es wird vorentschieden!
Nicht der NDR oder der SWR oder das Erste haben uns eine Mail geschickt, sondern der DWDL-Newsletter hat es uns am 9. Dezember erzählt: Der deutsche ESC-Beitrag wird tatsächlich über einen öffentlichen Vorentscheid gewählt und die Firma Kimmig Entertainment wird ihn ausrichten. Auch ein Datum stand bereits in den Artikeln, aber da haben wir uns dann doch noch ein klein wenig zurückgehalten, bis einen Tag später, also am 10. Dezember auch das ARD-Presseportal und der Instagramaccount Eurovision.de darüber informierten. Inhalt war u.a. das Datum der Show, ein paar Infos dazu, dass es ein Songwriting Camp gab und ein Auswahlverfahren und dass die große Liveshow am 28. Februar stattfindet. Außerdem informierte uns dann das ARD-Presseportal darüber, dass nun Tina Sikorski die neue Head of Delegation ist, eine “ausgewiesene Branchenkennerin, die vorher u.a. an der Popakademie Baden-Württemberg und als Geschäftsführerin der Initiative Musik tätig war” Ich habe gestern in der Audiothek ein kurzes Interview mit ihr gehört, klang danach, als hätte sie gerade echt Bock drauf. Freut mich.
Aber ich sag mal so: Wer nicht wie ich auf diversen Plattformen News-Alerts eingerichtet hat, bei denen man vor lauter nicht passenden News erstmal die Perlen herausfischen muss, hat in den letzten vier Wochen ein wenig in die Röhre geguckt und das find ich ganz schön schade.
https://www.presseportal.de/pm/6694/6176265 https://www.dwdl.de/nachrichten/104849/ard_bringt_escvorentscheid_an_einem_abend_ueber_die_buehne/
Aber hier alles wichtige:
Internationale Jury und Publikumsvoting
In einem ersten Schritt bewertet am 28. Februar bei “Eurovision Song Contest – Das Deutsche Finale 2026” eine hochkarätig besetzte 20-köpfige internationale Jury aus Musikexpert:innen aus 20 ESC-Teilnehmerländern die neun Acts und wählt ihre drei aussichtsreichsten Favoriten. In einem zweiten Schritt entscheidet allein das Publikum, welcher dieser drei Acts das begehrte Ticket für den ESC erhält und Deutschland im Mai beim Eurovision Song Contest in Wien vertreten wird.
Weitere Details zur Ausrichtung und zum Ticketverkauf von “Eurovision Song Contest – Das Deutsche Finale 2026” sowie Informationen zu möglichen Presseakkreditierungen werden in den kommenden Wochen bekanntgegeben. Vormerkungen können aktuell nicht entgegengenommen werden.
Jubiläumsdokumentation: “70 Jahre ESC – More than Music” am 11. Mai im Ersten
Begleitend zum Eurovision Song Contest in Wien würdigt die ARD das besondere Jubiläum im Mai mit der Dokumentation “70 Jahre ESC – More than Music“. Die Doku zeichnet ein facettenreiches Porträt des Wettbewerbs und beleuchtet seinen Einfluss auf Musik, Politik, Gesellschaft, Mode und die LGBTQIA+-Community – eine Zeitreise durch sieben Jahrzehnte ESC-Geschichte.
Dokumentation “70 Jahre ESC – More than Music” am 11. Mai im Ersten und bereits ab 8. Mai in der ARD Mediathek.
“Eurovision Song Contest – Das Deutsche Finale 2026” am Samstag, 28. Februar um 20:15 Uhr live im Ersten und in der ARD Mediathek.
Federführend für die ARD beim deutschen ESC-Finale und für die Übertragung des Eurovision Song Contest ist der SWR in Zusammenarbeit mit BR und HR. Die Dokumentation wird für die ARD von HR und SWR verantwortet, in Kooperation mit NDR und WDR.
Nun: Der SWR ist ja neu dazu gekommen, das ruckelt sich dann hoffentlich alles noch zurecht. Wir können ja mal quatschen, wenn ich bei all den Mailadressen jemanden entdecke, der*die Bock hat, sich mit uns auszutauschen.
https://www.swr.de/unternehmen/kommunikation/esc-2026-106.html
https://www.swr.de/unternehmen/kommunikation/esc-vorentscheid-2026-100.html
https://www.eurovision.de/news/Artists-Das-Deutsche-Finale-2026,deutschland-346.html
https://www.presseportal.de/pm/6694/6197356
Die Acts
Über den Aufruf, sich für einen Vorentscheid zu bewerben, haben wir hier ja bereits berichtet. Nun ist der SWR endlich aus der Deckung gekommen und stellt uns neun Acts vor, in einem fünfminütigen “Revealtrailer”. Das kenne ich ja eigentlich nur davon, dass einige Eltern ein zu großes Brimborium darum machen, welches Geschlecht das noch zu gebärende Kind mit wohl hoher Wahrscheinlichkeit haben wird. Aber nun. Ich hab es mir angesehen und sage schon mal: Alles sehr sympathische junge Leute. Alle bringen eine kleine Geschichte mit, von allen wird ein kleines Stück Song eingespielt. Der Werbetext, der tatsächlich auch auf eurovision.de gelandet ist, sagt dazu folgendes: “Der deutsche ESC-Jahrgang 2026 begeistert mit ganz unterschiedlichen Sounds, unverwechselbaren Stimmen und persönlichen Geschichten, die ESC-Herzen höherschlagen lassen. Von Pop- über Rock-Songs, Balladen und Titeln, die eher groovig daherkommen oder einfach nur Spaß machen – eine musikalische Bandbreite voller kreativer Kraft.”
Würd ich so unterschreiben. Da wir heute echt noch einiges an Zeug haben und die Titel auch erst in fünf Tagen nach Aufnahme dieses Podcasts veröffentlicht werden, halten wir uns mit ausführlichen Bewertungen der handelnden Personen ein wenig zurück.
Diese neun Acts wollen das Ticket nach Wien
Der deutsche ESC-Jahrgang 2026 begeistert mit ganz unterschiedlichen Sounds, unverwechselbaren Stimmen und persönlichen Geschichten, die ESC-Herzen höherschlagen lassen. Von Pop- über Rock-Songs, Balladen und Titeln, die eher groovig daherkommen oder einfach nur Spaß machen – eine musikalische Bandbreite voller kreativer Kraft:
– BELA (23, Berlin): Mit modernen Beats erzählt BELA in seinem ESC-Song “Herz” von Liebe, Selbstzweifeln und dem Mut, Nähe zuzulassen und Zugehörigkeit zu spüren.
– Dreamboys The Band (Berlin): Vier Singer-Songwriterinnen feiern mit warmen Harmonien und organischem Indie-Pop ihre Freundschaft und Kreativität. Ihr ESC-Song “Jeanie” ist eine kraftvolle Ode an Selbstvertrauen, Lebensfreude und innere Stärke.
– Laura Nahr (25, Berlin): Mit akustischer Gitarre, Klavier und klarer Stimme steht Laura Nahr für modernen Pop mit Tiefe. In “Wonderland” erzählt sie ehrlich vom Chaos des Erwachsenwerdens und der Suche nach Selbstfindung.
– Malou Lovis (26, Berlin): Die Gewinnerin der 13. Staffel von The Voice of Germany verbindet in ihrem Song “when I’m with you” emotionale Tiefe mit moderner Pop-Ästhetik.
– Molly Sue (25, Laboe): Charismatisch, mit unverwechselbarer Stimme und emotionalem Power-Pop, thematisiert Molly Sue in “Optimist (Ha Ha Ha)”, dass innere Stärke oft hinter einem Lächeln steckt.
– MYLE (25, Berlin): Ehrlicher, gitarrengetragener Pop voller Emotion und Hoffnung – MYLEs ESC-Song “A OK” entstand nach einem persönlichen Austausch mit einem Fan und ist ein musikalischer Hoffnungsschimmer für dunkle Zeiten.
– Ragazzki (Berlin): Das Duo Marti Fischer (35) und David “Miirtek” Starosciak (33) mischt Italo-Disco mit Polska-Pop – laut, verspielt und visuell markant. Mit “Ciao Ragazzki” bringen sie eine energiegeladene Performance auf die Bühne.
– Sarah Engels (33, Köln): Ihre größte Leidenschaft ist ihre eigene Musik. Mit “Fire” setzt Sarah Engels ein emotionales Zeichen für Empowerment, Zusammenhalt und Selbstbestimmung.- wavvyboi (27, Liechtenstein): Mit Glitzer auf der Haut und verzerrter Gitarre verbindet wavvyboi in “black glitter” vielschichtigen Sound mit künstlerischer Freiheit – jenseits von Genregrenzen.
https://youtu.be/LN-ulL2t2IQ?si=n1Ci5SYROX6v9wNv
Halbfinale Auslosung
Ein untrügliches Zeichen, dass die ESC Saison Fahrt aufnimmt, ist der Tag, an dem die Teilnehmenden dem jeweiligen Halbfinale zugeordnet werden. Wie immer gilt, dass dies noch nicht die Reihenfolge der Auftritte definiert. Es wird aber festgelegt, welches Land in welchem Halbfinale antreten wird und in welcher Hälfte des Halbfinales das Land antreten wird. Außerdem erfahren wir noch, in welchem Halbfinale die Big 5 abstimmen dürfen.
Im ersten Halbfinale am 12. Mai treten in der ersten Hälfte an:
Georgien, Portugal, Kroatien, Schweden, Finnland, Moldau und Griechenland. In der zweiten Hälfte dann Montenegro, Estland, San Marino, Polen, Belgien, Litauen, Serbien und Israel. Deutschland und Italien stimmen in diesem Halbfinale mit ab.
Im zweiten Halbfinale am 14. Mai treten in der ersten Hälfte Armenien, Rumänien, die Schweiz, Aserbaidschan, Luxemburg, Bulgarien und die Tschechische Republik an. Die zweite Hälfte wird von Albanien, Dänemark, Zypern, Norwegen, Malta, Australien, die Ukraine und Lettland bestritten. Österreich, Frankreich und das Vereinigte Königreich stimmen in diesem Halbfinale ab.
https://www.eurovision.com/stories/vienna-2026-semi-final-draw-results
Tickets wieder in Rekordzeit weg
Auch dieses Jahr lief der Ticketverkauf so ab, dass ausschließlich angemeldete Personen Tickets kaufen konnten. Dieses Jahr habe ich mich spontan entschieden, nach Möglichkeit und Preis auch welche zu kaufen. Die Anmeldung war etwas kompliziert, denn zunächst meldete man sich mit Namen und E-Mail bei einem ESC Portal an und in einem zweiten Schritt mit denselben Daten bei der österreichischen Variante von Ticketmaster. Einen Tag vor dem Ticketverkauf gab es via Mail einen Code, einem Rabattcode ähnlich. Dann um 13 Uhr am 13. Januar wurde das Portal freigeschaltet. Vorher konnte man keine Preise sehen, von daher bin ich da ziemlich blind rein. Wie üblich gab es eine virtuelle Warteschlange, in der ich circa 15 Minuten war. Erst dann konnte ich sehen, wie teuer die Tickets dieses Jahr waren. Die Preise reichten von circa 35 Euro für Stehplätze neben der Bühne auf einem Rang für eine Probenshow bis hin zu mehreren Hundert Euro für Liveshows auf Sitzplätzen.
Wie wir später erfahren konnten, war aber zu diesem Zeitpunkt schon das Finale ausverkauft und wenig später waren die restlichen Tickets auch weg. Ich konnte zwei Tickets für Stehplätze für die Juryshow des zweiten Halbfinales ergattern, quasi auf den letzten Drücker.
Für diejenigen, die sich registriert hatten, aber noch keine Tickets kaufen konnten, wird es eine weitere Möglichkeit im Frühling geben.
https://www.eurovision.com/newsroom/release/tickets-vienna-2026-sell-out
United by Music School Contest
Der ORF und das österreichische Bildungsministerium haben einen Musikwettbewerb für Schulen ins Leben gerufen, der im Rahmen des ESC in Wien stattfinden wird. Der Wettbewerb wendet sich an Schüler*innen ab 14 Jahren aus ganz Österreich. Die Teilnehmenden sollen sich kreativ und aktiv am ESC beteiligen. Egal welche Schulform, Schüler*innen ab der neunten Schulstufe können als Klasse, Kleingruppe oder über klassenübergreifenden Teams teilnehmen. Ab dem 9 Februar können Beiträge als Audio- oder Videoaufnahmen zwischen zwei und fünf Minuten eingereicht werden.
Inhaltlich ist Musik Trumpf. Das heißt, es ist egal ob ihr eine Coverversion eines Songs, eine Tanzperformance, Gedichte musikalisch umsetzt oder gar komplett neue Musik für diesen Wettbewerb kreiert. Auch ist das Genre total egal, Hiphop, Pop, Chorgesang oder ein Rock’n’Roll Bandprojekt oder was auch immer für Musik ihr nutzt, es ist alles erlaubt. Eurer Kreativität werden hier keine Grenzen gesetzt. Außerdem ist wichtig, dass den Wettbewerbsausrichtern die technische Umsetzung nicht wichtig ist. Ihr könnt Handyvideos genauso einreichen, wie einen “professionellen” Videoclip.
Als Preis winkt ein Besuch in Wien für die Preview-Show am 12. Mai. Aus jedem Österreichischen Bundesland wird von einer Fachjury eine Gruppe ausgewählt, die nach Wien eingeladen wird. So könnt ihr nicht nur den ESC direkt vor Ort erleben, sondern werdet auch Teil des Wettbewerbs. Außerdem dürfen drei Beiträge im Umfeld des ESC auftreten.
Ich glaube wir haben bereits darüber gesprochen, aber hier noch mal der Reminder, dass der ORF auch Unterrichtsmaterialien für die Fächer Musik, Geschichte und politische Bildung bereitgestellt. Einen Link zu allen Infos zum Wettbewerb und zu den Unterrichtsmaterialien findet Ihr auf ESC SCHNACK PUNKT DE.
Ich bin ja der Meinung, dass Aktionen wie dieser Musikwettbewerb viel eher im Auftrag der EBU und der öffentlich-rechtlichen Sender sind, als irgendwelchen TikTok Influencern das Feld zu überlassen.
https://www.bmb.gv.at/united-by-music
https://tv.orf.at/esc26/schulaktion102.html
Schulmaterial unter https://bildung.orf.at/
Volunteers gesucht
Bis zu 800 Volunteers gesucht – Bewerbung mit kurzer Video-Vorstellung bis 28. Jänner 2026 via nurdu möglich.
Für den Eurovision Song Contest 2026 in Wien sucht der ORF bis zu 800 Volunteers. Im Auswahlverfahren setzt der ORF auf den offiziellen Kooperationspartner nurdu: Die Bewerbung erfolgt per kurzer Video-Vorstellung (drei Fragen, je bis zu 60 Sekunden) und mit Lebenslauf – so werden Motivation und Persönlichkeit bereits in der ersten Runde sichtbar. Die Video-Registrierung ist bis 28. Jänner 2026 möglich (Smartphone/Tablet oder PC mit Webcam genügt).
Der ESC findet im Mai 2026 in Wien statt. Volunteers unterstützen u. a. an Infopoints, rund um die Venue sowie bei der Betreuung von Gästen und Besucher:innen an mehreren Standorten. Gesucht werden volljährige Personen mit guten Deutsch- und Englischkenntnissen (weitere Sprachen von Vorteil), die an mindestens einem Casting teilnehmen und zwischen 27. April und 17. Mai 2026 in Wien verfügbar sind.
„Volunteers sind ein zentraler Teil des ESC. Mit der Video-Registrierung machen wir den Einstieg einfacher und zeigen Motivation und Kommunikationsstärke früh“, sagt Volunteers sind ein zentraler Teil des ESC. Mit der Video-Registrierung machen wir den Einstieg einfacher und zeigen Motivation und Kommunikationsstärke früh
Über nurdu: Die nurdu GmbH ist eine Recruitingplattform aus Wien, die Bewerbungen per Selfie-Video oder Audio ermöglicht und Unternehmen eine strukturierte Vorauswahl sowie direkte Kommunikation und Status-Updates im Bewerbungsprozess bietet. Als offizieller Kooperationspartner des ORF für die ESC-Volunteer-Registrierung bringt nurdu moderne, mobile Bewerbungstechnologie in ein internationales Großevent und macht es Bewerber:innen besonders einfach, sich schnell und authentisch zu präsentieren.
Volunteers für den ESC 2026 Zur Registrierung
https://www.presseportal.de/pm/181709/6189892
Eurovision on Tour
Dieses Jahr wird es vielleicht eine Kur für die Post-Eurovision-Depression geben. Diese Woche verkündete die EBU, dass es eine ESC Tour im Sommer geben wird. Es sind noch keine Künstler*innen verkündet worden, aber die Termine für die Shows stehen fest. Die Tour besucht nahezu jede größere Stadt in Europa und findet dort in den jeweils größten Hallen statt. Los geht es am 15 Juni in London, gefolgt von Hamburg am 17. Juni, Mailand am 19. Juni, Zürich am 20. Juni Antwerpen am 22. Juni, Köln als zweiter Termin in Deutschland und übrigens als einziges Land mit zwei Terminen, am 23 Juni, Kopenhagen am 25. Juni, Amsterdam am 27. Juni, Paris am 29. Juni und final am 2. Juli in Stockholm.
Achtung! Um eine Chance auf Tickets zu haben, wird es wieder einen exklusiven Fan-Pre-Sale geben. Um dabei zu sein, müsst ihr einen Account auf Eurovision Punkt Com erstellen (wenn ihr einen habt, ist alles gut).
https://www.eurovision.com/tour
https://www.eurovision.com/account
Termine Vorentscheidungen
Bereits am Samstag, 24.01.2026 findet der Vorentscheid in Luxemburg statt. Ich hatte ja gehofft, dass wir dieses Jahr hinfahren, aber das wird leider nichts. Aber ich denke, dass wird ein voller Genuss auch am TV, denn an diesem Tag ist das der einzige Vorentscheid im ESC Land.
Die Woche darauf, am 31. Januar, beginnt schon das Melodifestivalen in Linköping. Und danach bricht der ESC Vorentscheidungssturm so richtig los. Dabei stechen die beiden Mega-Samstage hervor: 14. Februar ist nicht nur der Tag der Liebe, sondern auch der Tag des dänischen Finales, Eesti Laul Finale und des lettischen Finales Supernova. Griechenland hat auch gerade seine Termine veröffentlicht und sich ganz schlau aus diesem Pulk gehalten. Das griechische Finale findet nämlich am 15. Februar statt. Österreich macht den gleichen Move eine Woche später in dem die bereits am Freitag den 20 Februar ihren Beitrag für den ESC suchen werden. Am 28. Februar dann der zweite Megasamstag mit dem deutschen Finale, Finale in Norwegen, in Sanremo, in Finnland und in Bulgarien, die dann den Song für den ESC auswählen werden. Lecko mio! Den Abschluss bildet wie immer das Finale des schwedischen Mellos und des Festival da Canção aus Portugal am 7. März. Neben den aufgezählten Shows gibt es natürlich noch diverse weitere Semis der Vorentscheidungen. Auf Eurovision World gibt es den wahrscheinlich ausführlichsten Kalender.
https://eurovisionworld.com/eurovision/calendar
Junior ESC
Wieder ein Mal hat Frankreich den Sieg beim Junior ESC erreicht. Gewonnen hat Lou Deleuze mit “Ce monde” mit einem überragenden Sieg bei den Jurys und den zweimeisten Punkten in der Zuschauerwertung. Die Ukraine erreichte den zweiten Platz, konnte sich aber die meisten Punkte von den Zuschauenden sichern. Titelverteidiger Georgien belegte den dritten Platz. Deutschland hatte ja dieses Jahr die Teilnahme zurückgezogen. Der Junior ESC war wieder ein voller Erfolg. In allen 14 gemessenen TV-Märkten zusammen konnte der Wettbewerb circa 16 Millionen Zuschauende anziehen. Der Youtube Livestream hatte im Peak über 100.000 Zuschauende und auf Twitch sogar im Peak über 300.000 Zuschauende.
https://de.wikipedia.org/wiki/Junior_Eurovision_Song_Contest_2025
ESC hinterlässt guten Eindruck in der Schweiz
Während die ESC-Welt nach der Entscheidung, Israel auch 2026 zuzulassen, vom Boykott mehrerer Länder wie Spanien, Irland und den Niederlanden erschüttert wird, zieht man in der Schweiz mit Blick auf den ESC 2025 eine hochzufriedene Schlussbilanz, gerade auch in finanzieller Sicht. So hatte man das ohnehin für Großereignisse vorgesehene Budget der SRG um zusätzlich 20 Millionen Schweizer Franken erhöht – davon letztlich aber nur rund 15 Millionen Franken gebraucht. Einer Studie zufolge erzeugten die Ausgaben der 90.000 Besucherinnen und Besucher einen Wertschöpfungsbeitrag von 91,2 Millionen Franken (etwa für Übernachtungen und Ausgaben vor Ort) von denen mindestens 57,6 Millionen in der Schweiz verblieben seien. In einer Umfrage gaben 72 Prozent der Befragten an, dass der ESC vielen Bevölkerungsgruppen zugute gekommen sei, 81 Prozent sprachen von positiven Auswirkungen auf die Wirtschaft, 71 Prozent sahen das Gemeinschaftsgefühl gestärkt. SRG-Generaldirektorin Susanne Wille, die ein massives Sparprogramm umsetzen muss, sieht obendrein positive Auswirkungen auf den laufenden Transformationsprozess: “Für die SRG war der ESC auch ein Innovationsmotor. Neue Technologien, neue Herangehensweisen, neue Ideen entstanden rund um dieses Projekt – und sie bleiben. Der ESC wird als Taktgeber für unser Medienhaus erhalten bleiben.”
Über was man so stolpert, wenn man Eurovoix World aufmacht
Ich werde nicht versuchen den keltischen Namen des Wettbewerbs auszusprechen, aber es gibt einen Pan-Keltischen Musikwettbewerb. Wie cool ist das denn! Das Festival wird seit 1971 jedes Jahr in Irland ausgetragen. Mit dabei sind Künstler*innen aus der Brétagne, Cornwall, Irland, der Isle of Man, Schottland und Wales.
Dieses Jahr findet es vom 7. bis 11. April in Aibreán statt. Wenn wir schottische Hörer*innen haben, ihr könnt noch bis zum 28 Februar Eure Songs einreichen.