ESC Songcheck – Pray to epic für den Eins Zwei Drei Superstar?

In dieser Eurovision Song Contest Podcast Episode geht es nicht nur um die Bühne und die Events in Wien zum ESC, sondern auch um die zweite Hälfte des ersten Halbfinales. Es ist ist Songcheck Zeit!

Unser Gast ist Sonja von Bleistiftrocker (auch auf Youtube) und dem Merci Cherie Podcast.

ESC Partys

Leider liegt die eurovision.de Seite ziemlich brach. Aber Rudelgucken wird doch wieder Thema! Daher hier noch mal der Hinweis zum “größten Public Viewing im Südwesten” in der Schwarzwaldhalle in Karlsruhe. Das ist die offizielle Party des SWRs. Musikalische Gäste sind übrigens Michael Schulte und Abor & Tynna. Tickets kosten 10 Euro, den Link findet Ihr bei uns in den Shownotes auf escschnack Punkt de.

Wenn Ihr auch ein Public Viewing veranstalten möchtet, ist jetzt wieder das Formular zur Anmeldung freigeschaltet. Damit ihr eine Party anmelden könnt, müsst ihr vorher ein paar Dinge beachten:

  • Kostenloser Eintritt
  • Ihr dürft eure Party nicht als offizielle Party der EBU oder des SWR bezeichnen.
  • Als Veranstalter seid ihr dafür verantwortlich, dass alle gesetzlichen Vorgaben und alle Auflagen eingehalten werden. Stichwort ist hier Lärmschutz, Jugendschutz, Brandschutz, GEMA Anmeldung und so weiter.
  • Ihr dürft das offizielle Logo nicht für Eure Werbung für die Party verwenden. Wenn ihr das Sendesignal der ARD verwenden möchtet, dürfen keine weiteren Sponsoren genannt werden

Der Vorteil der Anmeldung ist, dass Eure Party auf eurovision.de in einer Liste aufgeführt wird. Es gibt schon Partys in Hamburg, Dresden, Köln, Hannover, Berlin und Frankfurt am Main. Schaut mal dort vorbei und guckt, wo eine ESC Party in Eurer Nähe stattfindet.

Anmeldungen sind noch bis zum 16. Mai 15 Uhr möglich. Den Link zum Formular findet Ihr auch bei uns in den Shownotes.

https://www.eurovision.de/news/Partys-und-Public-Viewings-zum-ESC-2026,partyplaner128.html

Tickets für die SWR Party:
https://tickets.swrservice.de/webshop/webticket/bestseatselect?eventId=1482

Anmeldung für Public Viewing:

https://share.ard-zdf-box.de/s/Eb3dHkGDSjpP9wG

Wenn etwas vom Studentenwerk SH kommt, sagen wir sofort Bescheid!

Reaction Videos

Youtube quillt gerade über mit Reaction Videos zu den einzelnen Beiträgen. Was ja auch ganz gut ist. Auf jeden Fall möchten wir noch mal auf die Kollegen von ESC kompakt hinweisen, die sich auch dieses Jahr wieder sehr viel Mühe gemacht haben. Schaut mal in deren YouTube Kanal rein!

https://www.youtube.com/@ESCkompakt

Was macht Sarah so? Und ihre Bühne?

Quelle: Bleistiftrocker https://bleistiftrocker.de/sarah-engels-im-interview-esc-auftritt-wird-noch-groesser-noch-spektakulaerer/

Was kann man in Wien denn so unternehmen?

Wenn in einer Stadt in Europa aus allen Poren “Kultur” dringt, dann ist es Wien. Ganz vorne dabei ist das Eurovision Village vor dem Rathaus. Dieses Jahr ist es von der Stadt Wien und dem ORF organisiert. Dort gibt es täglich Konzerte von ESC Stars und DJs und alle drei Liveshows werden dort übertragen. 14 Stände werden für das leibliche Wohl sorgen. Das Village öffnet jeden Tag ab 14 Uhr. Vom 14. Mai an wird es sogar schon um 11 Uhr öffnen.

Am 10. Mai gibt es wieder den Turquoise Carpet und ab den 11. Mai öffnet der EuroClub jede Nacht im PraterDOME. Das Wien Museum wird zum Eurofan House. Dort werden die Wiwibloggs Interviews führen, es wird Panels, Talks und Vorträge geben, alles vom OGAE Fanclub Österreich organisiert. Für die bessere Orientierung gibt es eine App der Host City, die ihr für Apple und für Android bekommt.

Ein kleine Anmerkung von mir. Geht auf jeden Fall zum Stephans Dom und isst dort an einer der vielen Buden, solltet ihr Fleisch essen, eine Käsekrainer mit Brot und scharfen Senf. So lecker. Gönnt Euch, wenn ihr am Eurovision Village seid, auch einen Spaziergang durch den Volksgarten oder den Stadtpark. Für mich gibt es ein wirklich gutes Wiener Schnitzel im Centimeter am Spittelberg, oder direkt hinter dem Rathaus. Der Prater ist viel mehr als die Vergnügungsmeile, denn dahinter ist ein echt schöner Park zum Entspannen und natürlich lohnt es sich, mal an die Donau zu gehen.

https://www.eurovision.com/stories/what-to-do-in-vienna-during-eurovision-week-2026

Das wird eine echt fette Bühne!

Im April wurde erstmals öffentlich sichtbar, wie groß der ESC 2026 in Wien tatsächlich wird:

  • Der Aufbau läuft seit Ende März, seit 7. April im 20‑Stunden‑Schichtbetrieb
  • Die Bühne misst über 2.000 m², wiegt rund 210 Tonnen
  • 28 Live‑Kameras, 2 Kamerakräne, Steadicams und erstmals ein filmisches Kamera‑System für cineastischen Look
  • Die gesamte Halle wird zur Bühne, inklusive Steg in den Green Room (Wiener Kaffeehaus‑Referenz)
  • 100 % energieeffiziente LED‑ & Laser‑Beleuchtung, recycelbare Materialien

ORF und Stadt Wien bezeichnen die Konstruktion als größte ESC‑Bühne aller Zeiten

Am 20. April 2026 veröffentlichte der ORF erste Bildstrecken und Videos aus der fast fertigen Halle:

  • 75 % der Gerüststruktur waren zu diesem Zeitpunkt aufgebaut
  • Kalibrierung riesiger LED‑Wände lief bereits
  • 40 Kommentatorenkabinen wurden installiert
  • Die Bühne wurde erstmals nicht als Front, sondern als Raum konzipiert

Der Entwurf stammt erneut von Florian Wieder, der für das 70‑Jahre‑Jubiläum bewusst ein „Alles‑ist‑Bühne“-Konzept wählte.

​​https://songcontest.orf.at/story/buehnenaufbau136 

Erste Proben

Die Bühne steht jetzt beginnt der Ernst des ESC. Allerdings gehen wir es wie immer langsam an, denn zunächst werden die sogenannten Standins ihre Zeit auf der Bühne haben. Das heißt, die eigentlich Künstler*innen sind jetzt noch nicht auf der Bühne, sondern andere, oft Musikerinnen, die jetzt die Abläufe der Performance einjustieren. Da werden Fragen geklärt, wo welche Kamera zu welchen Zeitpunkt ist, wie das Licht gesetzt wird, wann wo Tänzer*innen auf die Bühne kommen und so weiter. Jetzt können die Delegationen noch größere Anpassungen machen, weil sie natürlich jetzt erst einen echten Einblick auf die Bühne bekommen. Aber es ist auch der Zeitpunkt, an dem so langsam alles zu einem kompletten Auftritt zusammen kommt.

https://eurovoix.com/2026/04/25/stand-in-rehearsals-eurovision-2026/

Deutlich sichtbares Sicherheitskonzept

Ein zentrales Thema jetzt im April war das Sicherheitskonzept:

  • Die Wiener Stadthalle gilt während des ESC als Hochsicherheitszone
  • Einlass auf Flughafenniveau: Metalldetektoren, Röntgenstraßen, Spürhunde
  • Strikte No‑Bag‑Policy (nur Handy, Schlüssel, Geldbörse erlaubt)
  • Rund 500 Sicherheitskräfte täglich, zusätzlich verdeckte Einheiten
  • Drohnen‑Abwehr & Cyber‑Security‑Teams im Einsatz
  • 400‑seitiger Sicherheitsplan, enger Austausch mit internationalem Polizeinetzwerk

Ein Lokalaugenschein mit Innenministerium, ORF und Stadt Wien fand am 1. April statt

https://songcontest.orf.at/story/security104

https://pressefeuer.at/news/eurovision-song-contest-2026-sicherheitskonzept-fuer-wien-nimmt-gestalt-an-24360

ESC 2026 wird offizielles „Green Event“

Im April 2026 hat der ORF gemeinsam mit der Stadt Wien offiziell bestätigt, dass der Eurovision Song Contest 2026 erneut als „Green Event“ nach dem Österreichischen Umweltzeichen durchgeführt wird – und dabei deutlich über die Mindestanforderungen hinausgeht. Zentrales Element ist die Bio‑Zertifizierung des gesamten Catering‑Systems. Dafür arbeitet der ORF mit BIO AUSTRIA sowie der unabhängigen Kontrollstelle Austria BioGarantie zusammen. Erstmalig in der ESC‑Geschichte wird der Bio‑Anteil nicht nur punktuell, sondern über alle Catering‑Bereiche hinweg erfasst, dokumentiert und zertifiziert – vom Crew‑Catering über Hospitality‑Zonen bis zu Gästebereichen. Das bedeutet: Jede eingesetzte Zutat, ihre Herkunft und ihr Verarbeitungsweg müssen offen gelegt und geprüft werden. Ziel ist ein nachweislich hoher Bio‑Anteil, der bewusst über die offiziellen Mindestquoten des Umweltzeichens hinausliegt. Der ESC 2026 soll damit nicht nur Konzert, sondern Referenzprojekt für nachhaltige Großevents weltweit sein. ORF‑Executive‑Producer Michael Krön betonte in diesem Zusammenhang, dass man „alles offenlegt, alles misst und alles zertifizieren lässt“ – ein Vorgehen, das für eine Veranstaltung dieser Größenordnung ungewöhnlich, aber bewusst gewählt sei.

Hab auch schon gelesen: „The Sound of Europe. The Taste of Austria.“

Wichtig ist dabei auch: Die Nachhaltigkeitsstrategie beschränkt sich nicht nur auf Catering, sondern fügt sich in ein größeres Gesamtkonzept ein. Parallel wurden im April u. a. energieeffiziente LED‑ und Laser‑Beleuchtung, recyclingfähige Bühnenstoffe und alternative Stromlösungen bestätigt. In der öffentlichen Kommunikation wird jedoch klar priorisiert: Essen, Ressourcenverbrauch und Lieferketten gelten als der sichtbarste und sensibelste Bereich gegenüber Publikum und Medien – deshalb liegt hier der Schwerpunkt der Bio‑Zertifizierung.

Wir haben es ja mit einem Großereignis zu tun, und da merkt man am deutlichsten, was im Alltag vielleicht nicht ganz so auffällt. Und so lange wir Großereignisse wollen, egal ob kulturell oder im Sport, müssen wir uns eben auch Gedanken machen, wie wir das ehrlich besser hinbekommen. Es geht ja!
Der ESC 2026 in Wien soll nicht nur klimabewusst wirken, sondern international belegbar zeigen, dass ein Mega‑Live‑Event mit über 100 Millionen Zuschauenden ökologisch kontrolliert, transparent und zertifiziert organisiert werden kann. Das ist weniger Glamour‑News, aber ein strukturell sehr starkes Signal – auch über den ESC hinaus.https://www.presse-nachrichten.de/2026/04/25/eurovision-song-contest-2026-in-wien-wird-bio-zertifiziert-oesterreichs-bio-landwirtschaft-auf-der-groessten-buehne-europas/

Eurovision Non-Stop Hits

Auf dem offiziellen YouTube Kanal der EBU für den ESC gibt es wieder einen Livestream mit ESC Auftritten in wilder Mischung. Letzte Woche habe ich den sehr gerne auf der Arbeit nebenbei laufen lassen. Wenn ihr euch die Zeit zum ESC mit Eurovision Musik vertreiben wollt, dann ist dieser Stream die perfekte Möglichkeit.

https://www.youtube.com/watch?v=jP-WZ0w3u70

A Little Bit More

Wer die aktuellen Teilnehmer in Action erleben möchte, der wird ebenfalls auf dem offiziellen YouTube Kanal für den ESC fündig. Die Rubrik “A little bit more” ist ja schon eine gute Tradition, in der die diesjährigen Teilnehmenden nicht nur ihren eigenen Beitrag in einer anderen Version, oft in einem Unplugged Setting, präsentieren, sondern auch Beiträge aus der Vergangenheit auf ihre Art und Weise covern. Es macht echt Spaß da herumzustöbern. Diese Saison ist unter vielen anderen Delta Goodrem aus Australien, Alis aus Albanien und Lelek aus Kroatien dabei.

https://www.eurovision.com/stories/eurovision-2026-a-little-bit-more

Ungarn zurück zum ESC?

Ich habe ja in den letzten Wochen sehr sehr viel nach Ungarn geschaut. Ich habe mit Menschen mitgelitten, mitgefiebert und mich na klar echt mit gefreut. Denn Péter Magyar hat im Wahlkampf (und im April mehrfach zitiert) über den ESC gesprochen. Was ich mir da notiert habe:

  • Ungarns Rückzug vom ESC sei „ein Fehler gewesen“
  • er sehe keinen kulturellen oder finanziellen Grund, fernzubleiben
  • falls politische Einflussnahme eine Rolle gespielt habe, müsse man das korrigieren

Bei mir liegen inzwischen viele, viele Links, teils auf ungarisch, da muss ich mal schauen, wie sehr ich den Übersetzungstools so traue. Vielleicht schreibe ich daraus ja mal wieder einen Blogbeitrag für ESCSchnack punkt de. Denn wenn ein Comeback kommt, dann frühestens 2027. Hoffentlich als Teil eines größeren Neuanfangs – inklusive Medienreform, internationaler Öffnung und kultureller Neuorientierung. Interessant ist auch, wie der ESC jetzt diskutiert wird. Nicht über einzelne Songs oder mögliche Acts, sondern als Symbol. Für europäische Zusammenarbeit, kulturelle Sichtbarkeit. Für ein anderes Ungarn‑Bild nach innen und nach außen. In diesem Sinne steht der Eurovision hier weniger für die Musik – sondern für eine europäische Haltung.

https://eurovisioncentral.com/article/69e8d4c43c7a0eeb4b7177c7

Songcheck

Es geht wieder los, wir sprechen über jeden einzelnen Song des Eurovision Song Contest 2026. Genauso wie der ESC teilen wir die Songs in vier Teile auf. Halbfinale 1, erste Hälfte und zweite Hälfte und genauso auch das zweite Halbfinale. Und die Big Four und das Ausrichterland Österreich mischen wir unter die vier Folgen.

Auf ESC SCHNACK PUNKT DE findet Ihr zu jeden Beitrag Videos auf Youtube als Ressourcen für unsere Diskussion.

Ihr Zuhörende könnt jetzt diese Episode pausieren und alle Videos durchschauen.

Oder ihr hört weiter und pausiert diese Episode nach jeder Beitragsbesprechung und schaut dann das Video für das nächste Teilnehmerland.

Oder ihr hört einfach jetzt die komplette Episode und schaut dann danach alle Videos um zu klären, über was zum Teufel wir gerade gesprochen haben.

Weiter geht es mit dem ersten Halbfinale, zweite Hälfte und das Vereinigte Königreich.

Zweite Hälfte Halbfinale 1

Belgien

Essyla – Dancing on the ice

M: Alice Van Eesbeeck, Nicolas d’Avell, Emil Stengele, T: Alice Van Eesbeeck, Barbara Petitjean

https://de.wikipedia.org/wiki/Essyla

Über Essyla

Essyla ist ein Wortspiel. Doch, wirklich, denn dieser Künstlername ist Alice rückwärts gesprochen, denn Essyla heißt eigentlich Alice Van Eesbeeck. Sie war 2019 Mitglied im Chor Almkalia, der bei Eurovision Choir 2019 teilnahm, dort aber leider nicht die finale Runde erreichte. Solo erreichte sie Bekanntheit durch die Teilnahme bei The Voice Belgique. Dort konnte sie den zweiten Platz erreichen. Bis heute hat sie sechs Singles und eine EP veröffentlicht und wurde dieses Jahr vom französisch sprachigen Sender Belgiens RTBF für die Teilnahme beim ESC in Wien intern ausgewählt.

Musikvideo

https://www.youtube.com/watch?v=9sfI4g6DWTU

Estland

Vanilla Ninja – Too Epic to Be True

M/T: Sven Lõhmus

https://de.wikipedia.org/wiki/Vanilla_Ninja

Über Vanilla Ninja

Mit dieser Band kommen echte Veteraninnen zurück zum ESC. 2002 gegründet es Quartett hat diese Rock-Pop-Girlgroup schon einiges hinter sich. Im Gründungsjahr nahm Maarja, eine der Musikerinnen der späteren Band, am estnischen ESC Vorentscheid teil. Dort belegte sie Platz 7 und kam so auf das Radar der Plattenfirma TopTen, die eine Girlband gründen wollte. Sie wurde die Leadsängerin. Die heutige Leadsängerin Lenna Kuurmaa wurde zur gleichen Zeit beim estnischen Idol entdeckt. Zwei weitere Musikerinnen, Piret Katrin wurden hinzugefügt und fertig war Vanilla Ninja.

2003 nahm die Band dann am ESC Vorentscheid teil, konnten sich aber nicht für den ESC qualifizieren. Dann begann aber ein paar dramatische Jahre. Ende 2003 wechselte die Band zur Plattenfirma BROS Music, es gab es eine Tour mit den damaligen Popstars Produkten Bro’Sis, Preluders und Overground und Maarja Kivi verließ die Band 2004 wegen einer Schwangerschaft. In dem Jahr gab es die erste Topten in Deutschland, so dass auch Auftritte bei The Dome und eine Bravo Otto Nominierung folgten. 2005 streckte die Band die Fühler nach Asien aus, es folgten weitere Charterfolge aber auch ein Plagiatsskandal bezüglich des Videos zur Single “Cool Vibes”, für das Teile eines Videos von “Deine Lakaien geklaut wurde. Mit diesem von Bernd Meinunger geschriebenen Song jedoch vertrat die Band 2005 die Schweiz beim ESC. Einige von unseren Hörer*innen werden sich jedoch erinnern, dass 2005 ein ziemliches Skandaljahr war. Wenn das Stichwort “Gracia” fällt, dann kommen sofort Erinnerungen an Chartmanipulationen auf. David Brandes war der Manager sowohl von Vanilla Ninja als auch von Gracia und hat mit eigenen Käufen die Chartplatzierungen manipuliert.

Es folgte eine neue Besetzung der Band, 2007 der estnische Vorentscheid und ein Rechtsstreit, bei dem Brandes versuchte den Bandnamen für sich zu beanspruchen, was für ein Arsch, 2008 Erfolge in Chile. Sängerin Lenna Kuurmaa trat 2010 beim estnischen Vorentscheid solo an und wurde Zweite, ihre Bandkollegin Piret belegte den siebten Platz mit dem Projekt Disko 4000. Lenna versuchte es 2012 noch mal und wurde wieder Zweite.

Bis 2021 wurde es ruhig um Vanilla Ninja. Doch dann kehrte Triinu Kivilaan zur Band zurück und David Brandes wurde wieder ihr Manager. Es wurden neue Singles veröffentlicht aber nur ein Jahr später stieg Triinu wieder aus. 2022 war das vermeintliche Ende der Band. Doch letztes Jahr kam eine neue Single raus, es folgten Auftritte in Deutschland und Estland und dieses Jahr dann die Teilnahme bei Eesti Laul, das sie zum ersten Mal als Band gewinnen konnten und jetzt für Estland zum ESC nach Wien fahren.

Live

https://www.youtube.com/watch?v=iXVguLuMwkI

Musikvideo

https://www.youtube.com/watch?v=lOiWuol3t3o

Israel

Noam Bettan – Michelle

M/T: Nadav Aharoni, Tzlil Klifi, Yuval Raphael, Noam Bettan

https://de.wikipedia.org/wiki/Noam_Bettan

Über Noam

Noam konnte die israelische Version der Casting Show “Next Star” gewinnen und wurde so zum Teilnehmer für Israel für den ESC bestimmt. Seine Karriere begann jedoch 2018 in der Sendung “Aviv or Eyal”, in der er den dritten Platz belegen konnte. Seit dem hat er zehn Singles und ein Album veröffentlicht.

Musikvideo

https://www.youtube.com/watch?v=xWCnWSoG8nI

Litauen

Lion Ceccah – Sólo quiero más

M/T: Aurimas Galvelis, Tomas Alenčikas

https://de.wikipedia.org/wiki/Lion_Ceccah

Über Lion

Lion heißt eigentlich Tomas und wurde 1991 in Vilnius geboren. Ein weiterer Alias von ihm ist Alen Chicco und der Grund, warum er so viele Künstlernamen hat, ist, dass er in der Drag-Kultur nicht nur tief verwurzelt ist, sondern vielmehr zu den Gründern der Drag-Kultur in Litauen gehört.

Mit neun Jahren wurde er an der Violine musikalisch ausgebildet und bildete sich auch im Tanz aus. In seinen späteren Teenagerjahren trat er dann in TV-Shows auf und beteiligte sich an Wettbewerben. Er schloss sich dem Universitäts Chor von Vilnius an und war mit diesem auch Teil des TV-Show “Krieg der Chöre”. Nach dem Abitur belegte er Bühnenkunst und schloss diese Studium mit einem Bachlor ab und absolvierte ein Masterstudium an der Musikakademie Vytautas-Magnus-Universität.

2017 nahm er am litauischen X-Factor teil, was gleichzeitig damit zusammen viel, dass er immer stärker in der Drag-Kultur Litauens Fuß fasste. In der Zwischenzeit gibt er auch Workshops zu diesem Thema.

2019 versuchte er es zum ersten Mal beim litauischen Vorentscheid zum ESC und erreichte das zweite Halbfinale. Eigentlich war zu diesem Zeitpunkt schluss, allerdings zog sich eine Künstlerin zurück so dass er sich dennoch fürs Finale qualifizieren konnte und so den fünften Platz erreichen konnte.

Ein Mal Blut geleckt nahm er direkt auch 2020 teil, konnte sich dann aber nicht mehr fürs Finale qualifizieren, genauso wie bei der Teilnahme 2023.

2025 gönnte er sich dann einen neuen Künstlernamen, erreichte das Finale und wurde hinter “Katarsis” Zweiter. Dieses Jahr gewann er dann endlich den litauischen Vorentscheid.

Live

https://www.youtube.com/watch?v=nWwMMMVkwRU

Musikvideo

https://www.youtube.com/watch?v=0H-PXnbhG7A

Montenegro

Tamara Živković – Nova zora

M/T: Boris Subotić

https://de.wikipedia.org/wiki/Tamara_%C5%BDivkovi%C4%87

Über Tamara

Auch Tamara, 2000 in Kotor geboren, eine alte Handelsstadt an der Adria, begann ihre musikalische Karriere früh. Bereits mit 14 soll sie erste Solokonzerte bestritten haben. Zwei Jahre später stand sie bei der serbischen Casting Show “Pink Stars” auf der Bühne, schied aber in der Vorrunde aus. Sie trat dann bei verschiedenen Musikfestivals aus und konnte dort einigen Erfolg für sich verbuchen. Tamara nahm an den letzten beiden montenegrinischen ESC Vorentscheidungen teil. 2024 war sie Nachrücker für Boban Raajovic und konnte den neunten Platz erreichen, 2025 war sie reguläre Teilnehmerin und belegte bei der Juri den ersten Platz und beim Publikumsvoting den zweiten Platz.

Live

https://www.youtube.com/watch?v=59hsYOMCQGY

Musikvideo

https://www.youtube.com/watch?v=nuvy2d60HbI

Polen

Alicja – Pray

M/T: Alicja Szemplińska, Malcolm Sinclair, Weronika Gabryelczyk

https://de.wikipedia.org/wiki/Alicja_Szempli%C5%84ska

Über Alicja

Die polnische Sängerin Alicja steht ebenfalls schon mit 14 Jahren auf der Bühne. Sie gewann in diesem Alter die Castingshow Hit, Hit, Hurra! Drei Jahre später holte sie sich auch den Sieg beim polnischen “The Voice”. Im Anschluss an “The Voice” erschienen erste Platten. 2020 nahm sie dann beim polnischen ESC Vorentscheid teil und gewann die Teilnahme an einem ESC, der leider nicht stattgefunden hat. Im November jedoch fand der Junior ESC in Warschau statt, so sie ihr ESC Lied präsentieren durfte. 2022 steuerte sie den offiziellen Song zur Handball-Weltmeisterschaft 2023 bei. 2023 nahm sie auch beim Skandal-ESC-Vorentscheid, bei dem Schiebung durch die Jury vermutet wurde und der Gewinnersong “Solo” sich Plagiatsvorwürfen ausgesetzt sah, teil und holte sowohl beim Publikum als auch bei der Jury jeweils 5 Punkte, was sie auf den sechsten Platz hob.

Der diesjährige Vorentscheid hatte keine Dramen und Alicja gewann mit “Pray” das Ticket nach Wien.

Live

https://www.youtube.com/watch?v=q78cnYIoF9Y

Musikvideo

https://www.youtube.com/watch?v=n8NDcrmtxJM

San Marino

Senhit feat. Boy George – Superstar

M/T: Anderz Wrethov, John-Emil Johansson, Julie Aagard, Thomas Stengaard, Senhit Zadik Zadik, George Alan OʼDowd

https://de.wikipedia.org/wiki/Senhit

https://de.wikipedia.org/wiki/Boy_George

Über Senhit und Boy George

Die Veteranin des San Marinischen ESC kehrt zurück und hat wieder einen Star aus den Jahren dazumals als Unterstützung im Schlepptau. Schon 2011 war sie in Düsseldorf dabei, konnte sich aber nicht für das Finale qualifizieren. 2020 hätte sie mit “Freaky” dabei sein sollen, holte sich dann aber für die Teilnahme 2021 FloRida mit auf die Bühne in Rotterdam. Bei ihrer dritten Teilnahme beim ESC ist jetzt Boy George mit dabei. Schon in den 80ern war er Teil der New Romantic Bewegung und ein musikalischer Superstar. Er gründete die Band Culture Club, ich sag nur “Do You Really Want to Hurt Me” oder “Karma Chameleon”. Seinen Erfolg rettete er noch in die 90er aber spätestens in den 2000ern sank sein Stern unter den Horizont. Zu der Zeit trat er im Musical “Taboo” auf und veröffentlichte diverse Platten. 2010 war er Teil von Night of the Proms. 2016 stieg er ins Castingshow Geschäft ein, als er für “The Voice UK” ein Mentor wurde. Danach war er vier Staffeln beim australischen “The Voice”, wo er übrigens durch Jessica Mauboy, Teilnehmerin des ESC 2028 in Lissabon, ersetzt wurde. 2022 war es dann so weit, dass Boy George in den brittschen Dschungel ging. 2024 hatte er wieder ein Musical Engagement in Moulin Rouge. Im gleichen Jahr war er einer von 400 Künstler*innen, die eine Teilnahme Israels beim ESC befürworteten. Diesen Sommer können wir ihn dann in Jesus Christ Superstar als König Herodes sehen. Vorher singen Senhit und er “Superstar” in Wien.

Live

https://youtu.be/tC3eHYO38do?si=ttFRxGW8IWeXx6LK

Serbien

Lavina – Kraj mene

M: Lavina; T: Lavina, Ivana Jegdić

https://de.wikipedia.org/wiki/Lavina

Über Lavina

Lavina, auf deutsch in etwa “Lawine”, ist eine serbische Progressive-Metal Band. Sie besteht aus dem Sänger Luka, den Gitarristen Pavle und Andrija, dem Bassisten Nikola, dem Keyboarder Pavle und dem Schlagzeuger Bojan. 2020 gegründet, veröffentlichte die Band 2022 ihr erstes Album. Seit dem ist die Band unterwegs, zum Beispiel beim Sziget Festival oder beim Eurosonic Noorderslag, einem Festival in Groningen. Beim serbischen Vorentscheid holte die Band äußerst überzeugend den Sieg.

Live

https://www.youtube.com/watch?v=FJTLKBOOE98

Big Four

Vereinigtes Königreich

Look Mum No Computer – Eins, Zwei, Drei

M/T: Sam Battle, Thomas Stengaard, Lasse Midtsian Nymann, Julie Aagaard

https://de.wikipedia.org/wiki/Look_Mum_No_Computer

Über Look Mum No Computer

Sam Battle ist Musiker, YouTuber und steht auf elektrische Gadgets, was sich auch in seinen Videos widerspiegelt. Seine Musik kann man als exzentrisch bezeichnen. Er bedient sich immer wieder alter Technologie und alter Synthesizer und mischt immer wieder selbstgebaute Geräte aus Gameboys, einer Orgel aus Furbys oder ähnlichen popkulturellen Genres unter. Er hatte einen großen Auftritt mit der Band Zibra beim Glastonbury Festival 2015. Die Band löste sich allerdings 2016 auf und Sam geht seit dem Solo-Wege. In der Zwischenzeit hat er auch Songs für Filme und Netflix Produktionen beigesteuert. 2025 veröffentlichte er das Computerspiel “Look Mum No Computer” mit dem Studio “The Bitfather”. Die BBC hat nun Sam als “Look Mum No Computer” als Teilnehmer für den ESC in Wien bestimmt.

Musikvideo

https://www.youtube.com/watch?v=niMKvJ-Itq8

Die XXL Lutz Werbung

https://www.youtube.com/shorts/uaFbA9GCO8E

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