Das ist nicht die 100

Gerne hätten wir jetzt mit Euch die 100ste Episode dieses Eurovision Song Contest Podcast gefeiert. Aber ein paar Faktoren haben uns die Laune verhagelt. Erst mal die momentane Situation und zum zweiten die aktuelle Reaktion und die persönlichen Angriffe auf uns bezüglich des deutschen Vorentscheids.

Sechs Beiträge für Germany 12 Points

Donnerstag 10. Februar war es endlich soweit, Alina Stiegler war im Livestream zu sehen.

Und die sechs Kandidat*innen für die deutsche ESC Vorentscheidung wurden vorgestellt. Wie es zu erwarten war, denn zum ersten Mal saßen auch alle Pop-Hörfunkanstalten der ARD mit am Tisch für die Entscheidung, wer in der Show sein wird, ist das Lineup ausschließlich aus dem Genre Pop.

Das kann kritisiert werden. Ich verstehe aber die Entscheidung mit Blick auf die Hörfunksender, die natürlich Beiträge haben wollen, die in das Senderformat passen. Ich schätze aber, da es zum ersten Mal so gehandhabt wurde, dass sich die Auswahl in den nächsten Jahren dann doch in Bezug auf das Genre etwas aufbrechen wird.

D: Ja, es ist Pop-lastig. Kommt vielleicht auch aus der Begrifflichkeit, für die das Wort “Pop” steht. Also etwas, unter dem sich echt viele Menschen versammeln können. Ein anderer Punkt, der mir wichtig ist: Wir kennen nur die Studioaufnahmen und die mehr oder weniger stark produzierten Hochglanzvideos, deshalb kann unsere jetzige Beurteilung auch nur ein Streiflicht sein. Live kann das noch einmal ganz anders aussehen, und nur live ist live auf der ESC-Bühne!

Bevor wir zu den Beiträgen kommen, hier noch einmal kurz der Überblick, wie es genau weitergeht:

  • Die Abstimmung über die Kandidaten im Netz beginnt am Montag, 28. Februar. Dann kann für die vorgestellten Acts auf den Webseiten der neun ARD-Popwellen gevotet werden.
  • Mit dabei sind: Antenne Brandenburg, BAYERN 3, Bremen Vier, hr3, MDR Jump, NDR 2, SR 1, SWR3 und WDR 2.
  • Das alles gipfelt im großen ARD ESC-Tag am Freitag, 4. März. Die Popwellen der ARD spielen die infrage kommenden Songs den Tag über und rufen ihre Hörerinnen und Hörer zur Abstimmung auf. Das wird per Telefon, SMS und im Netz möglich sein. Abends übertragen alle dritten Programme der ARD um 20.15 Uhr die Sendung „Germany 12 Points – der deutsche ESC-Vorentscheid“ live aus Berlin. Auch hier kann natürlich abgestimmt werden. In der Show stellen die Kandidatinnen und Kandidaten ihre Songs auf der Bühne vor. Moderatorin ist Barbara Schöneberger. Die Sendung ist gleichzeitig auf eurovision.de im Livestream und in der ARD Mediathek zu sehen.

eros atomus – alive

Eros ist 21 und kommt aus Flensburg. So wird Christoph direkt zum Unterstützer, alleine schon aus Lokalpatriotismus. Und mit seiner Pophymne Alive kommt der sympathische  Musiker auch mit seinem Beitrag gut an.

D: Na klar schlägt das Herz höher, wenn jemand aus dem Norden dabei ist. Sympathisch ist er auch noch, und die Idee mit der getrommelten Gitarre ist ein Hingucker. Ging auch gut los. Leider hat der Song mich schon sehr früh verloren und auch nicht wieder eingefangen. Bei aller Lebensfreude muss da live noch einiges kommen.

Felicia Lu – Anxiety

Bereits 2017 ist Felicia im Vorentscheid “Unser Song 2017” angetreten. Ihr erinnert Euch bestimmt, Levina hatte damals mit “Perfect Life” gewonnen. In der Coverrunde, ja sowas haben wir damals auch probiert, sang sie “Dancing on my own” von Robyn & Patrik Berger.

Wenn man sich ansieht, was in den letzten fünf Jahren mit ihr passiert ist, hat sie offensichtlich beständig an Ihrer Musik gearbeitet und ist so deutlich zu einer tollen Musikerin gewachsen.

Ihr Song geht in die ganz klassische Radio-Pop Schiene.

D: Ich mag ihre positive Art, ihre Liebe zur Musik und ihre Stimme. Der Song selbst ist gut produziert und ich mag auch die Gitarren, aber auch hier war ich fix abgelenkt und hätte im Radio wohl nur deshalb nicht umgeschaltet, weil ich nix finde, woran mein Ohr hängen bleibt.

Als Bonus hier das Speeddating:

Maël & Jonas – I swear to god

Christoph war diesen Spätsommer in Koblenz und wenn man sich das grandiose Oneshot Video von Maël & Jonas ansieht, könnte man den Verdacht bekommen, er war zur gleichen Zeit dort. Die beiden kamen, besonders in der Pressekonferenz am Donnerstag unglaublich sympathisch rüber. Gegensätze scheinen sich bei Ihnen anzuziehen UND zu ergänzen. Maël bezeichnet sich als introvertiert während Jonas der extrovertierte Part ist. Trotzdem war es Maël, der sich bei The Voice of Germany 2020 beworben hatte. Die Beiden erreichten den dritten Platz.

“I swear to god” ist wunderbar melodischer Rock-Pop, der ohne Probleme, die älteren erinnern sich bestimmt, bei delta Radio hätte gespielt werden können.

D: Ich mag ja schräge Typen – und die beiden sind auf jeden Fall welche, auf die gute Art. Der Songanfang holt mich ab, der Refrain ist eingängig, wenn auch etwas dünn. Der Sängerwechsel in Strophe 2 rettet es vor der Langeweile und als ich gerade abschalten wollte, kam noch etwas aus dem Vocoder. Keine 1+, aber ich mag es leiden.

Emily Roberts – Soap

Die Hamburgerin begann als Teenagerin mit Musik. 2015 erschien ihre erste EP und 2018 ihr erstes Album. Seit 2019 ist sie bei der deutschen RCA unter Vertrag und Ihr Song “In This Together” wurde 2020 für das Dschungelcamps ausgewählt. Der herausragende Musikgeschmack der IBES Redaktion ist über jeden Zweifel erhaben.

Emilys Song erinnert total an die Popsongs, die bei US-Serien wie Victorious präsentiert wurden. Girl-Pop, herausragend produziert und natürlich mit Herzschmerz etc. als Thema.

D: Was für eine Stimme, was für eine Persönlichkeit – ich war sehr beeindruckt. Aber der Song ist ja auch wichtig: Girl-Pop trifft es – allerdings ist es für mich kein richtig großer Wurf. Es ist so eine Art glattgebügeltere Avril Lavigne von damals, gepaart mit dem, was man gerade überall hört. Wenn man streng nach Checkliste geht, ist an dem Song gar nichts verkehrt, aber er lässt mich seltsam kalt, berührt mich leider nicht.

Nico Suave & Team Liebe – Hallo Welt

Nico Suave wurde zur gleichen Zeit mit deutschen Hiphop beeinflusst wie Christoph, Namen wie Ferris MC oder Fünf Sterne Deluxe gehören zu seinen Einflüssen. 2000 lernte er in KIEL DJ Sparc kennen und ich würde sagen, dass es mit dem Teufel zu gehen muss, wenn Christoph ihn zu der Zeit nicht mal getroffen hat.

Für den deutschen Vorentscheid hat er sich noch weitere Künstler*innen dazu geholt und präsentiert mit “Hallo Welt” einen wunderbaren, gutlaunigen, aufbauenden Hiphop Track.

D: Den Namen “Nico Suave” hatte ich schon irgendwo mal gehört, wusste aber gar kein Gesicht oder Song dazuzuordnen. Die Zusammenstellung der Gruppe ist natürlich maximal cheesy, aber das stört mich nicht, weil mir alle sympathisch sind. Ähnlich geht es mit dem Song: Im Gegensatz zu Emily, bei der alles passte, aber mich nicht erreichte, sehe ich hier eine große Menge Fehler, bin aber trotzdem ein klein wenig in den Auftritt verliebt gewesen. Muss mal sehen, ob das auch live nochmal passiert. Oder überhaupt beim zweiten Mal hören.

Nico Suave – Vergesslich

Malik Harris – Rockstars

Harris, Harris, Harris … der Name, der sagt uns doch was. Auch wenn man in den frühen 2000ern keine Talkshows geguckt hat, Ricky! oder besser Ricky Harris war jedem irgendwie ein Begriff. Und ja, wir sind alt, denn jetzt tritt sein Sohn Malik immer stärker ins Rampenlicht und nach seiner eigenen Aussage in der Pressekonferenz, übertrumpft er seinen Vater in der Popularität. Erste Single 2018, 2019 erster Streaming Hit und erste Tour und Supporting Act für Leute wie James Blunt oder Tom Odell. Im August 2021, nach seinem Black Lives Matter Support Hit “Faith” erschien sein erstes Album.

Bei seinem Beitrag lassen sich die Einflüsse von Macklemore und Eminem nicht verleugnen, aber er klingt super modern.

D: Auch wieder eine sympathische Person. Der Musik hört man die Einflüsse an, und es ist natürlich nett, dass es da noch eine emotionale Hintergrundgeschichte gibt. Erinnert mich jedoch stark an den spanischen Beitrag von Blas Canto im letzten Jahr und holte mich aktuell auch nicht komplett ab.

https://de.wikipedia.org/wiki/Germany_12_Points_(2022)

https://www.eurovision.de/news/ESC-2022-Die-Acts-fuer-den-Vorentscheid-stehen-fest,vorentscheid850.html

Rant: EC hat es nicht geschafft, so what?

Der nächste Part ist direkt aus unserem Skript.

Christoph schreibt:

Vielleicht sollten wir, bevor wir uns aufregen, allen noch mal erklären, wie der Eurovision Song Contest funktioniert.

Nach dem ESC, manchmal sogar noch während der ESC stattfindet, rufen die Sendeanstalten auf den unterschiedlichsten Wegen Künstler*innen auf, sich für die Teilnahme beim ESC für Ihr Land zu bewerben, sollte es in dem Land eine Vorentscheidung in welcher Form auch immer geben. Auf diese Einladungen folgen in der Regel hunderte bis tausende Bewerbungen, das heißt, dass europaweit über den Daumen geschätzt über 30.000 neue Beiträge eingereicht werden.

Die entsprechenden Organisator*innen suchen sich dann in der Regel sechs bis sagen wir 40 Beiträge für ihre Vorentscheidung aus. Wenn wir mal hoch greifen, erfahren eingefleischte, absolute ESC Nerds vielleicht von 400 Beiträgen, AUS 30.000 Einreichungen.

Aus diesen Kandidat*innen gehen pro Land nur eine oder einer nach Turin, aus diesen ganzen Beiträgen bleiben dieses Jahr 41 übrig. Aus diesen 41 wird es nur eine oder einen Gewinner*in geben. Ein Beitrag aus über 30.000.

Und Ihr regt Euch darüber auf, dass eine Band es nicht in den Vorentscheid geschafft hat? Was sollen die Fans der anderen 900 und Schnüff Künstler*innen denn sagen? Waren die schlechter als diese bestimmte Band?

Und was habt ihr verloren, wenn Eure liebste Künstler*in es nicht in den Vorentscheid schafft? Gar nichts! Ihr könnt weiterhin deren Musik streamen, sie verschwinden nicht plötzlich aus Eurer Playliste, sobald es wieder möglich ist könnt Ihr sie wieder auch in Konzerten sehen und das Merch verschwindet auch nicht aus Eurem Kleiderschrank.

Das einzige was passiert ist, dass Eure liebste Künstler*in nicht beim deutschen Vorentscheid antreten wird, wie über 900 weitere Acts. Das ist hart, das stimmt, in deinen Augen schmälert das die Chance auf den Sieg, und wahrscheinlich wird es auch so nicht zum Weltfrieden kommen. Aber ich kann damit leben.

Ist das ein Grund um völlig die Fassung zu verlieren, andere Fans zu beschimpfen, den Organisator*innen hässliche Nachrichten zu schicken, Pest und Cholera über den deutschen Vorentscheid auszugießen und am allerschlimmsten den teilnehmenden Künstler*innen abzusprechen gute Musik zu machen? Geht es noch?

Solche Entgleisungen haben nichts mit dem ESC zu tun. Das ist das absolute Gegenteil davon, was beim ESC eigentlich passieren soll. Musiker*innen kommen zusammen und feiern Europa, die Musik und den friedlichen Wettstreit.

Rumblöcken, Beleidigen, Verunglimpfen und Hass ausschütten gehört nicht dazu.

Daniela schreibt:

Ich hatte vorab Christophs Notizen gelesen und wollte das gern in einem Guß lassen, weil es so gut ineinander greift. Daher kommt jetzt von mir die emotionale Seite, in die Christoph aber sehr gern hineinreden kann, damit ihr nicht in einem Stück nur mir zuhören müsst: Wir als Menschen, die sich seit vielen Jahren sehr intensiv mit dem ESC beschäftigen, erleben immer wieder dasselbe Schema. Menschen, die sich ansonsten fast null für das Thema interessieren, sind für ca. 24-48 Stunden plötzlich hoch-erregt und haben gar kein Problem damit, dass ihnen womöglich eine Menge Wissen fehlt, um sich schlicht zu ereifern. Liebe Freunde von mir haben es schon geschafft, mir etwas von den “verknöcherten alten weißen Männern” zu erzählen, und dass da dringend frischer Wind ins ESC-Team müsste. Ich habe dann eine kleine Auflistung geschickt, wann der NDR die Show vom MDR übernommen hat, habe von Alexandra Wolfslast erzählt etc. etc. Dann kommt ein “das wusste ich nicht, hm, hast Recht”. Und dann können wir uns sachlich darüber unterhalten, was beim ESC für Deutschland nicht ganz rund läuft. Schön sind auch die, die sich nahezu jedes Jahr bitterlich beschweren, dass Künstlerin X oder Band Y den Vorentscheid nicht gewonnen haben, das konnte ja nur Schiebung sein, oder noch besser – die den Vorentscheid gar nicht mitbekommen haben. All das sind wir inzwischen gewohnt. Falls ihr das auch kennt, habe ich einen Tipp: Den Fußball-WM-Vergleich. In meiner Bubble gibt es eine Menge Menschen, die aktiv ihren Fußballverein in Liga 1 oder 2 verfolgen, und wenn ich denen sage: “Du agierst gerade wie jemand, der nur Deutschlandspiele während der WM guckt”, dann sehe ich in den Augen plötzlich etwas mehr Verständnis.

Aber zurück zum Thema: In diesem Podcast haben wir uns schon viel beschwert. Wir haben damit begonnen, Thomas Schreiber und den NDR wüst zu verfluchen, weil Xavier Naidoo als deutscher Act benannt wurde. Wir haben uns über Vorentscheide beschwert, in denen die von den Plattenfirmen geschickten Künstler:innen eigentlich nur ihre neue CD bewerben wollten und null Interesse am ESC ausstrahlten oder wie eine Fach-Juryabstimmung dafür gesorgt hat, dass nicht der Liebling von Radio- und TV-Publikumsvoting gewinnt, sondern eine sehr ähnlich der Vorjahressiegerin klingende Euro-Dance-Formation. Wir waren echt sauer, dass man uns im Vorfeld der Ben-Dolic-Entscheidung einfach GAR NICHTS gesagt hat. Nicht mal ein einzelnes Wort darüber, was hinter den Kulissen gerade passiert. Wir haben uns jahrelang hier im Podcast darüber aufgeregt, dass die Termine der Künstler:innen im KiKa stattfanden, aber nicht im Radio gespielt wurden.

Doch in diesem Jahr schien alles anders. Wir wurden frühzeitig informiert, wie es laufen soll. Die Popwellen im Radio wurden eingebunden. Die Künstler:innen bekamen vorab eine Vorstellungs-PK, damit man sich jemanden vorstellen kann. Wir haben hier sogar schon über einzelne Namen gesprochen. Die Songauswahl ist mir persönlich ein wenig zu glattgebügelt und ich hoffe sehr auf ein paar mehr Ecken und Kanten in der Liveperformance. Christoph hingegen ist da etwas zuversichtlicher als ich. Wer nicht dabei ist: E Callboy. Und das ist offenbar ein hochemotionales Problem, das ich unterschätzt habe. Als ich nämlich vor drei Tagen durch Twitter scrollte, war die Empörung groß. Oder wie ich schrieb “die EC-Fans sind on fire”. Ich habe dargelegt, dass ich den Namen nicht optimal finde und dass es in meinen Augen eher unpassend ist, nach dem Sieg von M°aneskin gleich im nächsten Jahr eine Band mit lauten Gitarren zu schicken. Man schickt ja auch nach dem Sieg von Alexander Rybak im nächsten Jahr keine Geiger, wenn man gewinnen möchte. Darauf wurde ich sehr merkwürdig angeschrieben. Menschen erklärten mir, dass zwischen Metal und Rock ja wohl himmelweite Unterschiede bestehen würden. Als ich darauf hinwies, dass man das Gespräch ja hier beenden könnte, ging es damit weiter, dass die Metalszene bestimmt abstimmen würde. Und dass man nach Popsong-Siegen auch wieder Popsongs schicken würde. Und überhaupt solle man nicht einfach “die Wahl vorwegnehmen”, das sei “die Quintessenz der Anmaßung über den Zuschauerwillen hinweg”. Andere schrieben mir, dass sie vorher gar nicht wussten, dass der vordere Teil des Namens zumindest diskussionswürdig sei und ob es nicht eine gute Idee wäre, auf diese Weise mehr Leute darauf aufmerksam zu machen. Das endete dann aber wenigstens in einem guten Gespräch. Natürlich kamen einige mit dem Hinweis “ich bin ja kein riesiger EC-Fan, aber …” und dass man eben auffallen müsste. Darauf wurde ich dann ein wenig sarkastisch und fragte mich, warum dann Beiträge wie Yodel it oder Dustin the turkey es nicht besonders weit geschafft hatten. Das ist nun wirklich kein Argument für mich. Dann wurde ich als “festgefahren” bezeichnet, weil ich auf “früher war alles besser”-Tweets einfach mal ketzerisch gefragt habe, wann genau wir denn mal 944 Beiträge abstimmen durften und dass eben immer eine Vorauswahl geschehen müsse. Man belehrte mich, dass EC ja schließlich Top-YT-Aufrufe habe, und man sie als echter ESC-Fan kennen müsse, weil sie ja “überall” gewesen seien. Dass kennen nicht gleich mögen bedeutet, war da wohl nicht wichtig. Darauf folgten Twitter-DMs, die teilweise sehr beleidigend waren. Ich werde sie nicht reproduzieren, um den Personen keine Aufmerksamkeit zu geben, aber es fielen Begriffe wie “fette Ausländerin”. Erst hatte ich es getwittert, dann aber schnell wieder gelöscht. Dennis wurde so mit Anzeigen bei Twitter geflutet, dass sein Account temporär gesperrt wurde. Dann hat ein befreundeter Account mich und Dennis unter einem ESC-kompakt-Tweet als Beispiele dafür genommen, dass einige EC-Fans offenbar vor gar nix mehr zurückschrecken, und dann ging der Stresslevel richtig hoch.

Anstatt mich entspannt auf die KMV und die vielen schönen Vorentscheide zu konzentrieren, habe ich bis heute nacht um 2 Tweets beantwortet. Ich hatte nämlich wegen der vielen “ich weiß wie ESC besser geht”-Aussagen, die man mir an den Kopf warf, einen Tweet herausgehauen, der sich eher auf meinen alten Kritikpunkt “2x im Jahr zum ESC melden und sonst nix sagen/wissen” stützte. Ich bekam reichlich Likes aus unserer ESC-Bubble, und auch von einem Account namens “Alexandra Wolfslast”. Keine Ahnung, ob das ihrer war. Aber einige “Möchtegern-Sherlocks” namen das wortreich als Beweis, dass es ja wohl bezeichnend sei, dass ich von diesem Account ein Like bekommen hätte. Darunter tummelt sich eine schräge Gruppe von Menschen, die sich von mir persönlich beleidigt fühlten, die von mir erwarteten, mit ihnen in einen Dialog zu treten, in dem ich eigentlich nur zuhören und meine Meinung ändern sollte und so weiter. Teilweise Accounts ohne Follower und/oder Tweets. Negativ-Highlight neben reichlich Mansplaining war ein Tweet, der mich fragte, in welcher Beziehung ich zum deutschen ESC-Team oder zum NDR stünde, es klänge ja, als sei ich Teil des Teams.

Ach ja für einen anderen war es auch FAKT, dass es noch nie weniger Genremix im Vorentscheid gegeben habe. Ich bin irgendwann dazu übergegangen, zu fragen, warum man ausgerechnet mir all diese Fragen zum Vorentscheid stellt. Warum man sich an mir abarbeitet, warum man meine Tweets als Angriff auf die Lieblingsband wertet, oder warum man von mir verlangt, dass ich mich “fundierter” äußere und das Gespräch führen solle. Ich habe niemanden dieser Menschen direkt adressiert und die meisten reagieren auch nicht direkt auf die Inhalte meiner Tweets, sondern reagieren sich irgendwie an mir ab. Es wäre einfach gewesen zu sagen: Die blocke ich alle oder gucke einfach nicht rein. Aber gerade bei den Accounts, bei denen man sonst ziemlich viele woke Tweets findet, habe ich einfach mal nachgefragt, warum es so okay ist, einfach verbal auf mich draufzuhauen. Worauf natürlich als Antwort so schöne Sachen kamen wie das ich ja wohl diejenige sei, die aggressiv sei und natürlich gehen Angriffe auf die Person gar nicht, ABER …. blablabla. Auch auf meinen Tweet, dass ich so langsam vermute, dass einige Accounts extra nur für diese Aktion angelegt wurden, bekam ich so Antworten wie “sie werden also beleidigt? und knapp 70.000 “fanboys” sind also bekloppt?” Ich solle doch mal die Petition recherchieren und von Beledigungen im ganz großen Stil hätte man nichts gesehen. Auf meinen Hinweis, dass ich beleidigt wurde, wurde mir “Stimmungsmache” vorgeworfen. ALTER! Ach ja, dass ich das geschrieben habe, flog mir auch um die Ohren. Offenbar bezog eine Person das direkt auf sich.

Mal ehrlich: Ich weiß nicht, wessen Nerven nach dieser Tortur nicht blank liegen würden. 

Und trotzdem bleibe ich dabei: Ich kann total nachvollziehen, wenn man mit der Auswahl des NDR nicht zufrieden ist. Noch mehr kann ich verstehen, wie man sich ärgert, wenn eine Band, die man dort gern gesehen hätte, nicht dabei ist, und man sich auch ein wenig veralbert fühlt, wenn eine Begründung dafür sein kann, dass es eben keine Musik ist, die zu den ARD-Popwellen passe. Ich respektiere Menschen, die nicht einfach nur schimpfen, sondern sogar eine Petition starten oder sich sonstwie einbringen. Aber ich habe null Verständnis dafür, wenn man sich in einer “wir sind die Guten!”-Attitüde über andere hermacht. Ich habe mehrfach nachgefragt, was denn nun genau deren Problem mit mir sei. Ich bin ein einzelnes kleines Menschlein, die es nicht für clever hält, wenn die genannte Band im Jahr 2022 für Deutschland antritt. Aus bereits vorher genannten Gründen. Und bekomme als Antwort so einen Quatsch wie dass mir jemand den Twitter-Algorithmus erklären will. 

Übrigens: ESC kompakt hat einen prima Artikel darüber veröffentlicht, dass es mit der Wildcard nicht klappt und wir jetzt nach vorn sehen sollen.

Titel und Grafiken stehen fest

Der 66. Eurovision Song Contest findet 2022 unter dem Motto „The Sound of Beauty”  in Italien statt. Auf eurovision.tv ist dazu ganz viel an Infos hinterlegt, das verlinken wir euch natürlich. Unter anderem ein richtig schönes Video. Visuell soll das Logo die grafische Darstellung von Schallwellen zeigen. Das Design basiert daher auf den symmetrischen Strukturen und Mustern des sogenannten Cymatics. Und hier habe ich Wikipedia gefragt: Auf deutsch heißt es Kymatik und wurde vom schweizerischen Naturforscher Hans Jenny für die für die Visualisierung von Klängen und Wellen erdacht. Da habe ich bei YouTube auch ein cooles Video zu gefunden, das verlinken wir euch ebenfalls. Außerdem haben diese Muster wohl auch Ähnlichkeit mit klassischen italienischen Gärten der großen Parks und Schlösser, das soll sich im Design und auf der Bühne wiederfinden.

Die Schriftart heißt Arsenica und ist inspiriert von alten Werbeplakaten für italienische Firmen wie z.B. Pirelli. Alles in allem hat man versucht, viel italienisches Design unterzubringen. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, wie mir dieses dunkellila&gold so gefällt, aber es gibt ja auch andere Farbvarianten. Und es gab definitiv schon Designs, die mir weniger gefielen, ich schaue da z.B. nach Portugal.

https://eurovision.tv/the-sound-of-beauty

Drei Moderator*innen für die große Show

Es ist ja wie immer bei solchen großen Veranstaltungen so, dass die Informationen aus den Fässern nur so raus fließen. Aber was will man auch machen, wenn nur zehn Finger hat, das Fass aber elf Löcher. Jedenfalls wurde, wie versprochen, am zweiten Tag des Sanremo Festivals verkündet, wer den ESC in diesem Jahr moderieren wird.

Angefangen mit einem wunderbaren Auftritt von Laura Pausini, die wir vielleicht aus 2020 kennen können. Sie hat nämlich in dem Jahr sowohl einen Golden Globe gewonnen und eine Oscar Nominierung erhalten.

Sie trat mit ihrer aktuellen Single Scatola auf und wurde danach von Amadeus kurz interviewt. Man hätte meinen können, sie wurde nur eingeladen, um ihre letzten Erfolge zu feiern und sie dann den nächsten Beitrag ankündigen zu lassen, aber die Leaks, so war ein wenig die Spannung raus. Jedenfalls begann sie dann “I have a dream” von Abba zu singen, Mika kam dazu und nach dem Lied kam Alessandro Cattelan dazu. Damit war das Trio für Turin komplett und wurde offiziell bestätigt.

Mika ist ein außerordentlich erfolgreicher britisch-italienisch Musiker und Moderator. Er fiel zwar mit ein paar negativen Meinungen zum ESC in Großbritannien auf, aber hat seine Aussagen längst revidiert.

Alessandro Cattelan ist ein italienischer Moderator der bereits auch als Nachfolger für Amadeus für das Sanremo Festival gehandelt wird.

Ich muss zugeben, dass ich von Mika gerade mal drei Songs kenn – die sind aber alle drei in meinen alltime-happy-song-Playlists 🙂 (Grace Kelly, Relax – take it easy und natürlich Lollipop).

https://www.raiplay.it/video/2022/02/Sanremo-2022-seconda-serata-Laura-Pausini-e-Mika-interpretano-I-have-a-dream-462a6781-38d0-414c-ac09-5fec019c8dbd.html

(Leider muss die RAI ihre Sanremo Videos schnell depublizieren. Es kann also sein, dass Ihr das Video nicht mehr sehen könnt.)

https://de.wikipedia.org/wiki/Laura_Pausini

https://de.wikipedia.org/wiki/Mika_(Musiker)

https://de.wikipedia.org/wiki/Alessandro_Cattelan

Viva Sanremo

Apropos Italien. Letzte Woche fand das Sanremo Festival statt. Es war, um es kurz zu machen grandios.

Okay, stell Dir vor, Du hast zwei wirklich schlimme Jahre in den Knochen, aber du weißt, es gibt eine Woche im Winter, die bringt dich wieder nach vorne. Der kommt, der Abend beginnt, es wird das EBU Te Deum gespielt und das Sanremo Logo erscheint. Im Hintergrund stimmt sich ein Orchester ein und die Musik beginnt. Der Vorhang geht auf und Amadeus steigt die Showtreppe hinunter mit einem fröhlichen, glücklichen “Buona Sera”. Wer dann nicht Glückstränen in den Augen hat, weiß ich auch nicht.

Und dann war Sanremo auch noch ganz anders als gewohnt. Viel schneller, viel stärker auf den Punkt. Die ersten Wettbewerbsbeiträge schon in der ersten Stunde, kürzere Unterbrechungen und sogar die Werbung war viel kürzer.

Kurz, bevor wir auf die Wettbewerbsbeiträge eingehen, ein Wort zum Begleitprogramm. Am ersten Tag: Fiorello! Es kann kein Sanremo geben ohne den besten Freund von Amadeus. Obwohl er eigentlich nicht mehr wollte, war er dann zumindest am Eröffnungstag dabei. Wie es sich gehört, mit einem fulminanten Auftritt.

Zweiter Tag, ein Comedian, der nicht wiederkommen muss, aber eine herausragende Co-Moderatorin. Laurena Cesarini, italienische Schauspielerin, hielt in ihrem Monolog eine bewegende Rede gegen Rassismus und Ausgrenzung. Auch jemand wie ich, der kein Wort Italienisch kann, verstand die Kraft, die sie für den Monolog aufbringen musste.

Der dritte Abend war dann schon etwas länger, weil nun alle Beiträge an einem Abend gezeigt wurden. Highlight des Abends Co-Moderatorin Drusilla Foer aka Gianluca Gori. Nie war der Abend Divenhafter als dieser.

Der Coverabend wurde von meiner Favoritin Noemi mit dem Song “You make me feel like a natural woman” von Aretha Franklin eröffnet. Ganz sicher ist auch das Cover von Emma und Francesca Michielin von “Baby one more time” ein Highlight gewesen. Den Saal endgültig zum explodieren gebracht haben Gianni Morandi, der mit Jovanotti einen der größten Musiker Italiens mit auf die Bühne gebracht hat. Dirigent für Gianni war Mousse T.

Auf alle Beiträge einzugehen würden den Rahmen sprechen, daher kurz meine Favoritin:

Noemi sang “Ti amo non lo so dire” – erreichte mit dem Song, bei dem es darum geht, dass man sich zu selten “Ich liebe Dich” sagt. den 15. Platz. Für mich sticht dieser Song aufgrund von Noemis Stimme hervor und wie leidenschaftlich er vorgetragen wurde.

Gleich dahinter landeten Ditonellapiaga und Rettore, eine junge aufstrebende Sängerin und eine Sanremo Veteranin bringen den 70er Disco Vibe ins 21ste Jahrhundert mit Chimica. Es würde mich echt wundern, wenn der nicht in Turin im Euroclub gespielt wird.

Du bist in Italien, wenn Dir “Ciao Ciao” nicht mehr aus dem Kopf geht. Der Endzeit-Hit der Band La Rappresentante di Lista verpackt das Ende der Welt in einen wunderbar sympathischen Ohrwurm. Am Ende reichte es für Platz sieben.

Dann war da noch Yuman, der eine schön jazzige Nummer mit Ora e qui auf die Sanremo Bühne gebracht hat. Er harmonierte mit dem Orchester wunderbar. Leider nur Platz 21.

Im Lexikon neben dem Eintrag für Sex ist definitiv sein Portrait. Achille Laura war dieses Jahr wieder im Wettbewerb und zeigte, was für ein Ausnahme Künstler er ist und wie unverschämt gut er aussieht. Domenica ist ein Song über den Sonntag. Es ginge darum, frei zu sein und Spaß zu haben, auszugehen und Sex zu haben und das zu tun, was immer man wolle.

Es gab noch so viele andere großartige Beiträge aber wir müssen noch kurz über Mahmood und Blanco sprechen. Schon weit vor dem ersten Abend des Festivals als Favoriten gehandelt zogen die beiden Musiker an allen vorbei. Im Superfinale haben sie in allen Jurys und im Televoting die Top-Platzierung erreicht. Ihre Ballade über die Freiheit so zu lieben, wie man es möchte und keine Angst zu haben, dass die eigenen Fehler der Liebe im Weg stehen, wurde von den Beiden sehr gefühlvoll und auf höchstem Niveau vorgetragen.

Und dann war da noch Måneskin. Normalerweise gibt es vom letztjährigen Sieger keine Reprise in der neuen Saison. Das wurde letzte Jahr schon mit Diodato geändert, der nochmal auftreten durfte. So nun auch Måneskin, die von Amadeus stilecht mit Chauffeur Mütze im Extralarge Golfcaddy abgeholt wurden und zum Bühneneingang des Theaters gefahren wurden.

Natürlich gaben Sie den ESC Sieger Song “Zitti e buoni” zum besten, aber auch zur Zeit liebsten Song “Coraline”. Ooooh diese Streicher, diese verdammten Streicher. Wenn zur zweiten Strophe, während die E-Gitarre schon unheilverkündent schrammelt, die Streicher anheben ist das einfach unfassbar schön. Das müsst Ihr Euch anhören. Eigentlich darf Måneskin nur noch mit Orchester auftreten.

Am Ende des Festivals, noch in der Pressekonferenz, verkündeten Mahmood und Blanco zum ESC in Turin zu fahren. So wie die Dinge jetzt stehen, und in der Hoffnung dass der Revamp von Brividi nicht allzu schlimm wird, sieht es mit einer Titelverteidigung Italiens gar nicht schlecht aus. Die Chancen sind zumindest gut.

https://de.wikipedia.org/wiki/Sanremo-Festival_2022

https://it.wikipedia.org/wiki/Festival_di_Sanremo_2022

https://de.wikipedia.org/wiki/Brividi

Estland – Eesti Laul

Da ich viel Liebe für Estland habe, auch wenn ich bestimmt schon 10 Jahre nicht mehr da habe, habe ich mir natürlich gestern abend das Finale von Eesti Laul angeschaut. Das war wieder eine schöne bunte Show, bei der ich quasi nichts verstanden habe, aber auf jeden FAll war es eine klare Jüri Pootsmann-Show. Er hat sie im Greenroom moderiert und auch gesungen, neben Uku Suviste und Koit Toome. Zwischendurch gab es dann auch mal mal Pizza 🙂 Die Pause zwischen den beiden Showteilen hat dafür gesorgt, dass ich auch mal in die Ukraine schalten konnte. Sehr praktisch. Das Feld der Beiträge war sehr bunt und es gab einige Namen, die schon häufiger sowohl im Vorentscheid, als auch auf der ESC-Bühne gestanden haben. Da fühlt man sich also nicht “beschädigt”, wenn man es nicht direkt schafft. Am Ende hat STEFAN mit “Hope” gewonnen, mit einer Art modernem Countrysong. inkl. Cowboys 🙂 Mein Favorit Minimal Wind hat es leider nur auf Platz 2 geschafft – aber auf jeden Fall in meine ESC-Playlist. Dann schauen wir mal, wie sich das so schlägt.

Ukraine – Vidbirr 2022

Von dieser Show habe ich etwas weniger mitbekommen, deshalb hatte ich keine echten Favoriten, fand nur die Herren in den Cordanzügen von Our Atlantic sowie eine sehr bunte Rappergruppe mit melodischen Tönen namens Kalush Orchestra höchst witzig. Insgesamt war es eine sehr bunte Show, da war gefühlt wirklich alles dabei. Ziemlich kompletter Gegensatz zu uns. Es wurde auch einiges in Landessprache gesungen. Aber für uns vielleicht noch interessanter war die Show an sich: Es ging los mit einem Recap des letzten Jahres und einem Wiedersehen mit Go_A. Danach kamen leider einige technische Probleme beim ersten Act, ich weiß leider nicht, ob die Band noch einmal singen durfte. Es gab eine unglaublich lange Schleife des Schnelldurchlaufs – ich vermute mal, in der Zeit wurde in der Ukraine Werbung gezeigt. Jamala, die auch in der Jury saß, präsentierte einen elektrolastigen Song, der mir besser gefiel als ihr Siegersong, dann wurden sehr lange die Jurypunkte vergeben. Beim zappen hätte ich dann beinahe komplett den Auftritt von vier Junior ESC-Teilnehmer:innen verpasst, die gemeinsam ein Medley sagen. Zumindest Verkas Songs konnte ich noch hören. Muss ich mir mal bei YT raussuchen und in Ruhe gucken. Es wurde viel geredet, dann trat der andere weibliche Teil der Jury nochmal auf. Auch die Endvergabe der Punkte dauerte wieder ewig und am Ende freute sich die Künstlerin, die auch in den Wettquoten weit vorn lag: Alina Pash. Ihr Song und ihr Outfit sind sehr speziell, anders als Go_A, aber nicht weniger eindrucksvoll. Ich bin noch nicht sicher, was ich von dem Song halte.

Das Teilnehmenden-Feld füllt sich

Eines ist sicher, wir können uns schon jetzt auf einen tollen Songcheck freuen. Sooo lange ist es ja auch nicht mehr hin.

Das Finale in Norwegen steht fest, das letzte, allerletzte Ticket für das Melodi Grand Prix Finale schnappte sich Maria Mohn. Am Samstag den 19. Februar könnt Ihr Euch also auf eine schön bunte Finalshow aus Oslo freuen. Dem vernehmen nach sogar mit Publikum.

Den Link findet Ihr auf nrk.no/mgp oder bei uns im Twitterkanal. Es geht um 19.50 Uhr los.

Am gestrigen Supersamstag gab es gleich vier Entscheidungen. In der Ukraine setzte sich Alina Pash durch, in Litauen Monika Liu, in Lettland Citi Zeni und in Estland Stefan.

Ukraine – Alina Pash – Tini Zabutykh Predkiv

Litauen – Monika Liu – Sentimentai

Lettland – Citi Zēni – Eat Your Salad

Estland – Stefan – Hope

Dann verkündete der ORF den Beitrag für Österreich. Antreten wird LUM!X feat. Pia Maria mit dem Song Halo. Hier gibt es noch nichts zu hören. Leider.

Beinahe völlig vergessen: Spanien hat sich im Festival Benidorm Fest 2022 für Chanel und dem Song SloMo entschieden. Es gab natürlich ein paar seltsame Vögel in Spanien, die sich über den Song und über die Herkunft von Chanel aufgeregt haben. Ja, der Song eckt an ist aber musikalisch auch totaler Mainstream. Das Ding wird garantiert in den Club und vielleicht im Sommer rauf und runter gespielt. Ich fand das Benidorm Festival grandios. Super unterhaltsam und musikalisch ganz weit vorne. Da sollten die Spanier unbedingt dran bleiben. Wenn ihr Fuego schon mega fand, Slomo zeigt, wie es RICHTIG geht. Chanel legt eine unfassbare Choreo ab, bei der alle Bewegungen stimmen bis zur Mic übergabe und trifft alle Noten perfekt!

Wenn ich mich nicht verzählt habe, kennen wir jetzt 14 von 41 Songs. Habt Ihr schon einen Favoriten? Wenn ja welcher? Schreibt uns das doch mal in die Kommentare

3 Kommentare

  1. Liebes ESCSchnack,

    ich höre euren Podcast erst seit Anfang 2020 und höre ihn auch sehr gerne. Bei euch beiden merkt man generell die Freude und Leidenschaft für den ESC, was ich sehr sympathisch finde. Was mich an der deutschen Vorentscheidung ärgert ist, dass das alles meiner Meinung nach austauschbare Radiosongs sind. Das hat mich so geärgert, das ich auf Twitter meinen Ärger geäußert habe. Ich finde es aber gut, dass ihr die Künstler so unterstützt, sie können ja am allerwenigsten dazu. Ich hätte gerne Eskimo Callboy im Vorentscheid gesehen, verstehe aber auch die Kritik an den Namen. Meine Kritik geht auch eher an den NDR und an die Jury, als an die Künstler. Sanremo machte so viel Spaß, ich habe zum ersten mal alle 5 Abende geschaut und obwohl ich überhaupt kein italienisch kann, habe ich es einfach genossen. Christoph könnte ich auch so lange zuhören, wenn er über das Sanremo redet. Ich freue mich auf jeden Fall über weitere Episoden eures Podcasts und macht weiter so.

  2. Huhu, hier der Typ hinter dem angesprochenem Twitter-Account, der dich, Daniela, gefragt hat ob du/ihr Teil von ESC- oder NDR-Team seid.
    Es tut mir sehr Leid, dass meine Frage so stark aufgefasst wurde, da sie – wie ich jetzt weiß – einfach zu einem sehr unglücklichem Moment kam. Vom Hass gegenüber dir habe ich nichts gelesen. Nur den einen Tweet, der sich für mich las als würdest du Kritik herunterspielen, und der von einem Account „Alexandra Wolfslast“ geliked wurde. Und das war auch der Grund warum ich mir vorstellen konnte oder sogar gehofft habe, dass du Teil des Teams wärst um endlich von ihnen eine Rückmeldung zu bekommen.
    Es tut mir wirklich Leid, dass die Frage so aufgefasst wurde. In Zukunft versuche ich mehr darauf zu achten in solchen Situationen meine Worte sensibler zu formulieren.
    Ich wollte wirklich keinen Hass verstärken oder dir in irgendeiner Art schaden.

    Und warum ich auf Twitter nicht mit Profilbild unterwegs bin und keine eigene Tweets habe:
    Seit über drei Jahren kommentiere ich gerne bei aufgeheizten Themen und versuche sachliche Argumente zu finden. Das mache ich gegen linke Themen wie Gendern aber auch gegen Rechte wie Impffeindlichkeit, Ausländerhass usw.
    Mit meinem echten Gesicht als Profilbild könnte ich nicht frei in Diskussionen einsteigen ohne Angst zu haben irgendwann Besuch zu bekommen.

    Ich hoffe du kannst meine Intention verstehen. Die, von dir beschriebenen, Nachrichten sind unter jeder Gürtellinie und lassen jedenfalls mich verstehen warum du so eine starke Meinung gegen den akutellen Aufruhr hast.

    Viele Grüße,
    Mister_Oktopus/Jonas

  3. Ach ihr 2 Lieben … was habt Ihr mich Heute beim Zuhören nachdenklich gemacht und auch berührt und irgendwie auch den Kopf gewaschen…. Worum geht es – um eine tolle Zeit bis und in Turin mit großer Freude für Musik aus Europa und den Partnern die für Vielfalt stehen und das ist mir Heute wieder klar geworden… Danke Dafür und macht so stabil Weiter …. Vielen Vielen Dank aus Ostwestfalen

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