Auf in die nächste Saison

Seit 1. September sind wir in der neuen Eurovision Song Contest Saison. Zeit für ein paar Neuigkeiten aus dem ESC Universum mit einem Abstecher zum Junior ESC.

ABBA ist zurück

Für die ESC-Fans, die in den letzten Wochen anders um die Ohren hatten, hier die Hard Facts: Die schwedische Popband ABBA, die sich ja nie offiziell getrennt haben, haben nach 1982 zum ersten Mal wieder zusammen Musik gemacht. Sie hatten ja schon 2016 angekündigt, dass irgendwas passieren wird, und irgendwann im August gab es dann einen Tweet mit Link zu einer Website, auf der “Danke fürs warten” stand. Und nun sind die Infos da: Es wird ein neues Album geben, dass “Voyage” heißt, und die ersten beiden Titel “I still have faith in you” und “Don´t shut me down” wurden am 2. September veröffentlicht. Stand heute (26. September) haben sich 22 Mio. das erste Video allein auf dem Account von ABBA angeschaut, er ist aber auch noch bei einigen anderen gelistet und hat dort auch eine ordentliche Klickzahl. Die Platte erscheint im November und hat auch schon ziemlich massive Vorbestellzahlen vorzuweisen.

Obendrauf gibt es für die Fans noch ein Liveerlebnis der besonderen Art: Es soll eine ABBA-Spielstätte in London geben, auf der die vier als sogenannte “ABBAtare” auf der Bühne stehen. Dafür haben sie fünf Wochen lang vor 160 Kameras jeden Song gesungen, damit jede Bewegung aufgezeichnet werden kann.

https://www.ndr.de/kultur/musik/Abba-Comeback-Neues-Album-und-Show-nach-fast-40-Jahren,abba412.html

Jendrik ist zurück auf Social Media

In der letzten Folge habe ich erzählt, dass Jendrik eine SocialMedia-Pause macht – natürlich war er dann pünktlich zum Ende der Folge wieder da 🙂 Ich beobachte ihn jetzt nicht täglich, aber schaue immer mal wieder rein, wenn er mit seiner Schwester unterwegs ist, wenn er seinen Freund bei seiner Musical-Premiere begleitet oder einfach seine Katzen beim Fressen zeigt. Und wenn ich mal wieder ein wenig mehr Energie habe, löse ich auch unsere Absprache ein, mit ihm ein Interview aufzuzeichnen. Er soll sich auch weiterhin in der ESC-Familie zu Hause fühlen.

Junior ESC – Deutschland

Der KiKa hat einen Vorentscheid ausgerichtet, den ich leider dieses Jahr überhaupt nicht verfolgen konnte. Ich habe nur gesehen, dass am Ende drei Mädchen zur Auswahl standen. Geworden ist es Pauline mit “Imagine Us”. Hm. Passt vom Titel zum Slogan des diesjährigen Junior ESC, aber nun.

Wer ist Pauline? 

Marcel Stober hat einen sehr schönen Text über sie für eurovision.de verfasst, aus dem ich mal ein paar Infos zitiere:

  • Pauline Steinmüller ist 12 Jahre und kommt aus der Gemeinde Wolken bei Koblenz.
  • Sie besucht die siebte Klasse eines Gymnasiums. Ihr Lieblingsfach ist Musik – und sie mag Mathe (vor allem die Rätselaufgaben).
  • Sie spielt Klavier und Schlagzeug – das Schlagzeug steht bei ihr zu Hause aber im Keller, „dann hört man es oben nicht so enorm laut.“ 
  • Ihr Lieblingssong des ESC ist „Love Shine A Light“ von Katrina and The Waves Mit ihm hat sich Pauline auch beim Junior-ESC-Casting beworben 
  • Ihre Gesangslehrerin hat ihr von der Ausschreibung von KiKA und NDR erzählt 
  • Gesangs- oder Tanzlehrerin sind auch die Traumberufe von Pauline, sollte sie nicht Sängerin werden
  • Pauline hat am Koblenzer Jugendtheater in zwei Kindermusicals mitgespielt („Kai aus der Kiste“ und „Die rote Zora“). Dabei lobt sie vor allem, wie toll das ganze Team war.
  • Wenn Pauline nicht gerade singt oder tanzt, dann zeichnet sie gerne oder spielt Tischtennis.

Der Song heißt “Imagine us” und stammt aus der Feder von Alexander Henke, Torben Brüggemann & Ricardo Muñoz

Alexander (Alex) Henke tritt zumindest laut seiner Discografie bei Discogs vor allem bei Metalmusik, bei rockig-punkigen Stücken wie den Kneipenterroristen und bei Kindermusik in Erscheinung. https://www.discogs.com/de/artist/403293-Alex-Henke?page=1 Torben Brüggemann hat mit ihm zusammen auf jeden Fall an “Kids on stage” für Universal gearbeitet. Und wenn ich den richtigen Ricardo Muñoz erwischt habe, Songwriter & Producer, dann hat der in den letzten Jahren für sehr namhafte Künstler:innen gearbeitet, z.B. ganz viel für Zoe Wees, Nico Suave, Michael Schulte oder Sasha. Da tauchen Namen wie Lena, Helene Fischer, Glasperlenspiel und Culcha Candela auf .. da geht einiges, würde ich mal sagen. https://www.mumpublishing.com/ricardomunoz

https://www.eurovision.de/jesc/Junior-ESC-2021-Pauline-singt-fuer-Deutschland,pauline116.html

https://www.eurovision.de/jesc/Songtext-Pauline-Imagine-Us-JESC-2021-Deutschland,lyrics530.html

Nein, es gibt noch keinen Termin und keinen Ort

Erst wenn alle sich zum ESC Newsletter angemeldet haben, gibt es einen Termin:

https://eurovision.tv/douze-points

https://twitter.com/Eurovision/status/1440633532800397313

Auf Eurovision.tv könnt Ihr Euch jetzt für den offiziellen Newsletter Douze Points anmelden. Uns wird versprochen, dass es immer aktuelle News rund um den ESC geben wird. Dazu kommen Hintergrundinfos und wohl auch ein paar interessante Dinge, über das was die ehemaligen ESC Teilnehmenden heute so machen.

Also, wenn man dem Tweet vom offiziellen ESC Kanal glauben darf, dann sollten wir uns alle ganz schnell dafür anmelden, damit wir endlich einen Veranstaltungsort und ein Datum für den ESC 2022 bekommen.

Städte locken mit Geld

Nach wie vor hat die RAI die Auswahl zwischen Turin, Rimini, Mailand, Pesaro und Bologna. Wir kommen ja von 17 Bewerbungen, zwischendurch waren es dann nur noch 11 und sogar Rom ist inzwischen rausgefallen. Offenbar erfüllen nur noch diese 5 Städte die EBU-Kriterien.

Laut italienischer Medien hat die Stadt Rimini verkündet, sich mit einer Summe in Höhe von sechs Millionen Euro an den Kosten für die Veranstaltung beteiligen würde, wenn man sie auswählt. Und die italienische Tageszeitung La Repubblica hat berichtet, dass sowohl Rimini als auch Turin mit einem hohen Geldbetrag die Entscheidung vereinfachen möchten. Turin hat dafür übrigens auch die Unterstützung der lokalen Behörden und der Region Piemont zugesichert bekommen. Aber bevor wir meckern … das hat in Deutschland damals noch länger gedauert, also sässen wir ziemlich im Glashaus, würden wir mit Steinen schmeißen.

Melodifestivalen – Termine und Moderation

In den letzten Wochen gab es zwei wichtige Pressemitteilungen zum Thema Mello. Zum einen hat man uns verraten, dass Oscar Zia dieses Jahr die Shows moderieren wird.

2012 hatte er sein Debut beim Melodiefestivalen und erreichte 2013 mit einem Soloauftritt das Finale. 2016 galt er sogar als Favorit und konnte den zweiten Platz mit dem Song Human erreichen.

Danach war er sowohl fürs Fernsehen als auch fürs Radio tätig und hat dieses Jahr zusammen mit Don Demina einen Teil des Mellos moderiert. Diese Saison dann also alle Shows.

Und die Termine wissen wir auch schon. Es wird wieder eine Melodifestivalen Tour geben. Am 5. Februar geht es los in Malmö und dann jeden Samstag über Göteborg, Linköping, Lidköping, Örnsköldsvik und das Finale in Stockholm, wie es das Gesetz will.

Sanremo – Gute Nachrichten

Vom 1. bis 5. Februar findet wieder das Sanremo Festival statt. Und wir wissen ja schon, dass Amadeus die künstlerische Leitung übernehmen wird. In der RAI Uno Show Porta a Porta verkündete er nun ein paar mehr Details zum Festival. Denn, seien wir ehrlich, ohne Fiorello wäre es nicht unser Sanremo. Und deswegen wird auch Fiorello wieder mit dabei sein. Das sind großartige Neuigkeiten.

Außerdem sprach er darüber, dass es 24 Beiträge in der Hauptkategorie geben wird und dass es am Freitag statt am Donnerstag den Coverabend geben wird, dieses Mal mit Hits aus den 60er, 70ern und dem Besten aus den 80ern.

An dieser Stelle noch mal vielen Dank an den Merci Cheri Podcast, die Raphael Mair zu Gast hatten, der die Seite Sanremo Festival DE betreibt. Eine echt wunderbare Seite mit tollen Infos zum Festival

https://sanremo-festival.de/

https://twitter.com/Cinguetterai/status/1441174548682981379

Belgien ruft: Erster!

Belgien ist mal wieder das erste Land, dass den Namen seines Teilnehmenden veröffentlicht. Dieses Mal ist der französische öffentlich-rechtliche Sender RTBF dran und schickt den diesjährigen Sieger von The Voice Jérémie Makiese für Belgien ins Rennen. Er wurde in 2000 Antwerpen geboren, spricht sowohl Französisch und Niederländisch, da er in Uccle aufgewachsen ist, ein zweisprachiger Ort in der Nähe von Brüssel. Die gesamte Familie scheint musikalisch zu sein und sein Vater hat ihn, als er Jérémies Talent entdecke, auf eine Gesangsschule geschickt.

Mit Jealous von Labyrinth überzeugte er in den Blind Auditions alle Juror*innen und kam in das Team von BJ Scott.

Wegen dieses Erfolgs hat er sein Geologiestudium pausiert. Natürlich hat Jérémie noch ein drittes Eisen im Feuer, denn er ist auch ein ziemlich guter Torwart und hat einen Vertrag beim Verein Excelsior Virton.

https://www.eurovision.de/news/ESC-2022-Belgien-schickt-Jeremie-Makiese,belgien822.html

Irland: Late Show Special als Vorentscheid

Irland hatte ja in den letzten Jahren neben Pech auch ein paar nicht so gute Beiträge eingereicht. Daher wird es wohl ein paar Änderungen geben. Statt eine kompletten internen Entscheidung wird es einen Vorentscheid geben. In einer Sondersendung der Late Show können die Zuschauer*innen dann entscheiden, wer für Irland ins Rennen gehen soll. Zunächst möchte man nur etablierte Songschreiber*innen einladen. Eine Jury wird dann eine Shortlist zusammen stellen, die dann in der Late Show auftreten werden.

Het Grote Songfestivalfeest

22 Acts haben zugesagt, ich sortiere die Beiträge mal ein wenig in Grüppchen:

Aus 2021 sind dabei:
Destiny (7. Platz Malta, 2021)
Gjon’s Tears (3. Platz Schweiz, 2021)
Go_A (5. Platz Ukraine, 2021)
The Roop (8. Platz Litauen, 2021)
Stefania (10. Platz Griechenland, 2021)

Publikumslieblinge aus diesem Jahrtausend:
KEiiNO (6. Platz Norwegen, 2019)
Eleni Foureira (2. Platz Zypern, 2018)
Michael Schulte (4. Platz Deutschland, 2018)
Netta (1. Platz Israel, 2018)
Kristian Kostov (2. Platz Bulgarien, 2017)
O’G3NE (11. Platz Niederlande, 2017)
Loreen (1. Platz Schweden, 2012)
Marija Šerifović (1. Platz Serbien, 2007)
Verka Serduchka (2. Platz Ukraine, 2007)
Sertab Erener (1. Platz Türkei, 2003)

Die 90er
Imaani (2. Platz Großbritannien (UK), 1998) -der einzige Song, den ich nachschlagen musste

Die 80er:
Herrey’s (1. Platz Schweden, 1984)
Sandra Kim (1. Platz Belgien, 1986)
Johnny Logan (1. Platz Irland, 1980 / 1. Platz Irland, 1987)

Wandlerin zwischen den Jahrzehnten:
Carola (1. Platz Schweden, 1991 / 3. Platz Schweden, 1983 / 5. Platz Schweden, 2006)

Ganz besonderer Auftritt:
Lenny Kuhr (1. Platz Niederlande, 1969)
Brotherhood of Man (1. Platz Großbritannien (UK), 1976)

Konzertwebsite: https://hetgrotesongfestivalfeest.nl/ 

Infos zu 2019: https://en.wikipedia.org/wiki/Het_Grote_Songfestivalfeest

Video von 2019: https://www.youtube.com/watch?v=YHOezYTDpEY

2 Kommentare

  1. Hallo!
    Ich hinke gerade „leicht“ mit den Folgen hinterher, aber weil ich gerade bei der Jubiläumsfolge bin, wollte ich euch trotzdem noch herzlichen Glükwunsch wünschen.
    Euch höre ich inzwischen ja auch schon seit 4 Jahren und es macht immer wieder Spaß euren ehrlichen Meinungen zuzuhören. Und zwar das ganze Jahr lang!
    Daher bin ich auch schon gespannt rückblickend zu hören, wie ihr den ESC 2021 erlebt habt.
    Den ESC Schnack-Anstecker, den ihr mit 2018 zugesendet habt, wird natürlich immer noch in Ehren gehalten.

    Grüße

  2. Danke für die beiden neuen Folgen und die Infos.
    Ich bin schon sehr auf die neue Saison gespannt, wenn es bald wieder richtig los geht.
    Den Vorentscheid zum JESC habe ich live verfolgt und war von dem Gewinner Song enttäuscht. Ich persönlich finde ihn langweilig und nicht so wirklich passend für den JESC, aus meiner Sicht hätte der „Hausboot Song“ besser zum Wettbewerb gepasst.
    Aber ich bin schon gespannt auf die Show und einen möglichen erneuten Song Check von euch.

    Bis zur nächsten Folge

    Viele Grüße
    Rico

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